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Galerie Epikur

Friedrich-Engels-Allee 165
42285 Wuppertal
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Fax 0202 - 8 31 67
Di - Fr 14 - 19 Uhr, Sa 13 - 18 Uhr und nach Vereinbarung
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aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

Art Karlsruhe, 28. Februar bis 2. März 2008, Halle 2, Stand D07

 

08.02. - 01.03. 2008

Ulrich Brauchle

Querfeldein

Neue Bilder

Parallel zeigen wir im Kabinett und Untergeschoss

Mathias Weis

Interieurs

Neue Arbeiten auf Leinwand

Ulrich Brauchle, Spiel, 2007, Öl /Lwd., 122 x 220 cm

 

 

Ulrich Brauchle, Helle Nacht, 2007, Öl /Lwd., 122 x 220 cm

 

 

Ulrich Brauchle, Am anderen Ufer 2006, Öl/Lwd, 40 x 30 cm

 

 

Ulrich Brauchle, Formen überm Feld 2006, Öl/Lwd, 40 x 30 cm

 

Ulrich Brauchle, Farbwelten 2006, Öl/Lwd, 40 x 30 cm

 

 

Ulrich Brauchle, Landschaft 2006, Öl/Lwd, 40 x 30 cm

 

 

Ulrich Brauchle, Ausblick, 2006, Öl/Lwd, 40 x 30 cm

 

 

Ulrich Brauchle, Sturm/Sommer, 2004, Öl /Lwd., 120 x 170 cm

 

Ulrich Brauchle, Sturm/Frühling, 2004, Öl /Lwd., 120 x 170 cm

 

 

Mathias Weis, Küchenstücke, 1999, Öl / Lw., 120 x 210 cm, einzeln je 22 x 28 cm

 

Mathias Weis Atelier, alle 2007, Öl/Leinwand, 30 x 40 cm

Mathias Weis Atelier, 2007, Öl/Leinwand, 20 x 30 cm

 

Mathias Weis Atelier, alle 2007, Öl/Leinwand, 21 x 30 cm

 

Zu Ulrich Brauchle

[...] Seine aktuellen Arbeiten aus den letzten drei Jahren hat Ulrich Brauchle mit dem Titel »querfeldein« versehen. Die vieldeutige Bezeichnung verweist dabei nicht nur auf eine besondere Sicht auf die Landschaft, die noch immer Ausgangspunkt seiner Malerei ist. Sie stellt die künstlerische Tätigkeit zudem eindeutig in den Kontext ihrer Entstehung: Brauchles Atelier befindet sich inmitten eines Landstriches, dessen Anblick durch die Fenster seiner Arbeitsräume trefflich gerahmt wird. Täglich durchfährt Brauchle mit dem Fahrrad die Gegend und macht sich auch sonst zu Spaziergängen auf, die er zuweilen sogar zum Arbeiten in und nach der Natur nutzt. So wird in der Haltung des Künstlers zu seiner Umgebung unter der Bezeichnung »querfeldein« vor allem ein dynamisches Verständnis von Landschaftserfahrung aufgezeigt. Außerdem gewährt der Ausdruck auf anschauliche Weise Zugang zu den Eigenarten des schöpferischen Prozesses, durch den die Gemälde Ulrich Brauchles ihr spezifisches Aussehen erhalten. Bedingt durch die Auswahl von Farbe, Form und Komposition und die zum Teil langwierige und aufwändige Art der Bearbeitung manifestiert sich in seinen Gemälden jene durchaus risikoreiche Erfahrung wechselnder Perspektiven beim Gang durch die Natur, die gemeinhin unter »querfeldein« verstanden wird.
Auffällig ist dabei zunächst der im Vergleich zu älteren Werken stärkere Grad der Abstraktion in den Gemälden Ulrich Brauchles. Nur selten gibt es gegenständliche Hinweise auf das Sujet Landschaft, wie etwa rudimentär angedeutete Bäume, Strommasten oder menschliche Staffage-Figuren. In den großformatigen Arbeiten dominieren ungegenständliche Farbfelder, die einander zu komplexen chromatischen Gefügen steigern. Während sich in den 1990er Jahren die Malerei Brauchles mit dem Gebrauch von erdigen Brauntönen eindeutig auf das Themenfeld Natur bezog und von einer eher informellen Malweise charakterisiert war, hat sich in den letzten Jahren sowohl die Palette als auch das Formenvokabular des Malers merklich geändert: es dominieren leuchtende Farben, die nicht ohne weiteres ihren Bezug zur Natur offen legen und den Bildern im Gegensatz zur erdigen Schwere der eher informellen Malerei eine luftige Leichtigkeit verleihen, nur gelegentlich durchbrochen von dunkel ins Bild ragenden Farbfeldern.
[...] Nicht ein fester Standpunkt der Betrachtung ist daher für die Malerei Brauchles maßgebend, sondern gerade die Erfahrung, sich in den Koordinaten von Raum und Zeit frei durch die Natur zu bewegen. Zum »querfeldein« wird daher auch der Blick des Betrachters verführt, zu einem lustvollen Prozess des Sehens, um sich jenseits ausgetretener visueller Wege zu eigenständigen Entdeckungen aufmachen zu können. [...] Unter Umgehung der hierarchischen Ordnung der traditionellen Kompositionsmuster gelingt es ihm so, ganz unmittelbar das affektive Potential der Erfahrung von Naturräumen sichtbar zu machen. [...] Ohne in veraltete Muster der Bildgestaltung zurückzufallen, ermöglicht uns Brauchles Malerei ein sinnliches Erleben von Kunst und einen ästhetischen Genuss, die analog zu einer selbstbestimmten Landschaftserfahrung zu verstehen sind.

Auszug aus dem Katalogtext von Susanne Buckesfeld M._A.

 

Ulrich Brauchle

1971 in Ellwangen/Jagst geboren
1991 Kunst-Studium an der Staat-lichen
­96 Akademie der bildenden Künste Stuttgart
1996 Studium der Geschichte, Kunstgeschichte
­98 und Theologie an der Eberhard-Karls-Universität
in Tübingen
1998 Heirat mit Ulrike Drexler
1999 Geburt der Tochter Agnes
2000 Geburt der Tochter Ruth
seit '01 mit der Familie wohnhaft in Ellwangen
2003 Geburt des Sohnes Nikolaus
Gastprofessur für Freie Graphik an der Sommer-akademie pentiment ­ Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg
Kunstpreis des Kunstvereins Heidenheim,
Heidenheimer Dreieck
2004 Felix-Hollenberg-Preis für Druck-graphik,
Städtische Galerie Albstadt

Ausstellungen (Auswahl)

1999 Rathausgalerie Aalen (mit Mark Knüttgen)
Morat-Institut f. Kunst u. Kunstwissensch., Freiburg i. Br. Ausstellungsbeteiligung im Kunstmuseum Heidenheim
Galerie Epikur Wuppertal (Katalog)
Galerie Fluchtstab, Staufen i.Br.
art frankfurt, Galerie Epikur
Ausstellungsbeteiligung im Kunstmuseum Siegburg
Kunstmarkt Dresden, Galerie Epikur
2000 Welland-Galerie, Aalen-Dewangen
KunstKöln, Galerie Epikur
2002 Ausstellungsbeteiligung im Museum Goch (Katalog)
art frankfurt, Galerie Epikur
KunstKöln, Edition Schwarze Seite, Hinteruhlberg
2003 Ausstellungsbet. Städtische Galerie Böblingen (Katalog)
Galerie Fluchtstab, Staufen i.Br.
Galerie Epikur, Wuppertal (Katalog)
Kunstverein Reutlingen ­ Hans-Thoma-Gesellschaft
Landratsamt Aalen
Kunstverein Hohenlohe, Langenburg (mit Elly Weiblen)
Kunstpreis d. Kunstv. Heidenheim, Heidenheimer Dreieck
2004 Kunstverein Heidenheim
Felix-Hollenberg-Preis für Druckgraphik, Städtische Galerie Albstadt (Katalog)
art cologne, Galerie Epikur
art frankfurt, Galerie Epikur
2005 Ausstellungsbeteiligung bei der
XIV. Deutschen Internationalen Graphik-Triennale im
Kunst-verein Frechen/Köln
Galerie Alpirsbach (mit Cornelius Wittke)
Galerie Art und Design, Bayreuth
Galerie Bernhard Maier, Ellwangen
art karlsruhe, Galerie Epikur
Schwäbische Galerie ­ Museum Oberschönenfeld
2006 Galerie Fluchtstab, Staufen i.Br.
art karlsruhe, Galerie Epikur
Welland-Galerie, Aalen-Dewangen
2007 Ausstellungsbeteiligung Kunstverein Eislingen
2007 art karlsruhe, Galerie Epikur
Schloss Kißlegg, Allgäu
Kunstfreunde Crailsheim
2008 Galerie Epikur
Galerie Tobias Schrade, Ulm

 

Zu Mathias Weis

In der Regel arbeite ich nach der Natur. Das ist in den meisten Fällen sogar unerlässlich, etwa dort, wo es auf die Authentizität des Dargestellten ankommt. Ich habe ein Interesse an der Stofflichkeit der Dinge und an ihrem Eigenleben. Die Präsenz eines Dinges, einer Person, beschränkt sich nicht auf ihre äußere Erscheinung. Es gibt so etwas, was man das Ding an sich nennen könnte, etwas hinter dem Dargestellten, was nicht wissenschaftlich messbar, aber durchaus teilweise erfahrbar ist: Authentizität, Sinnlichkeit, Stimmung, Geschichte. Das Prinzip der Serie hilft mir dabei, mich an Dinge heranzutasten, sie zu fragmentieren und sie von verschiedenen Seiten zu betrachten. Denn Einheitlichkeit und verbindliche Bezugssysteme sind verloren gegangen ­ alles hat mehrere Seiten.

Ein Menschenportrait ist für mich immer auch das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung, eines sich Aufeinandereinlassens beim Malen. Das gilt ähnlich auch für Gegenstände, etwa in den Küchenstücken und den Atelierbildern. Sowohl die Küchenstücke als auch die Atelierbilder beschäftigen sich mit meiner direkten Wohn- und Arbeitssituation, wie sie sich über Jahre herausgebildet hat. Besonders in den Atelierbildern tauchen ein paar Zitate auf, sowohl aus eigenen Bildern als auch aus Bildern von mir geschätzter Künstler. Die Zitronen von Manet, Mappen von Degas, Marmeladen- und Obstgläser von Chardin sind nur einige Beispiele dafür. Zudem spielen meine Arbeiten mit Zufälligkeit und Absicht der Arrangements von Stillleben_: Immer wieder tauchen komponierte Situationen oder häufiger Einzelgegenstände ein zweites oder drittes Mal auf ­ in einem anderen, größeren oder kleineren Zusammenhang.

Ich betrachte das Medium "Malerei" durchaus als etwas zu Hinterfragendes und lege Wert darauf, mir bei jedem neuen Konzept zu überlegen: Ist es wichtig, den Gegenstand direkt zu malen oder den Umweg über andere Medien zu nehmen_? Aber neben dieser Frage ist es auch notwendig, sich stilistisch den verschiedenen Konzepten meiner Serien anzupassen. Das heißt, mein Stil kann ­ in einem gewissen Rahmen ­ variieren. Ich halte nichts von den so genannten Personalstilen der klassischen Moderne, die meist sehr aufgesetzt wirken und zur schnellen Identifikation des Malers dienen. Allerdings lege ich durchaus Wert auf eine Handschrift, die sich natürlicherweise entwickelt.

Mathias Weis

 

Mathias Weis

1955 geboren in Zweibrücken/Pfalz
1974 Abitur am Herzog-Wolfgang-Gymnasium
75 -81 Studium Freie Kunst (Malerei) bei Prof. Manfred Bluth
Aufbauteam der documenta 7 (Leitung Rudi Fuchs)
Prämierung eines Konzeptes für ein Denkmal in Berlin (zusammen mit H. Hoheisel)
94 -02 Studium der Philosophie an der GH Kassel
seit 96 verschiedene Lehraufträge an der Kunsthochschule
Kassel und der Werkakademie Kassel
Entwerfer von Orgeln für die Orgelbaufirma
Bosch GmbH, Niestetal
seit 00 tätig in einem Kuratorenteam für die Ausstellungsreihe Neue Kunst im Kasseler Raum, Staatliche Museen Kassel, Neue Galerie
lebt und arbeitet in Kassel

Ausstellungen (Auswahl; E = Einzelausstellung; K= Katalog)

1980 Mathias Weis ­ Malerei, Schloß Bellevue Kassel (E)
Mathias Weis ­ Malerei, Herzogsaal, Zweibrücken (E)
80, 85, 87 Einzelaustellungen in der Ladengalerie, Berlin ( 2K)
1985 Kunstszene Kassel 1985, Kunstverein Kassel
Augenschein und Eigensinn, Staatliche Museen Kassel,
Neue Galerie (K)
Mathias Weis ­ Bilder und Bilderfolgen, Galerie Rose, Hamburg (E)
Dem Herkules zu Füßen II, Museum Fridericianum,
Kassel (K)
1993 Dehnung, Staatliche Museen Kassel, Neue Galerie (E,K)
1995 Ei ­, eine Ausstellung mit Direktverkauf, Galerie Beck, Homburg/Saar (E)
1996 Ei ­, Galerie Sander, Kassel (E)
Hain, Produzentengalerie Kassel (E)
1998 Ei ­, ART Frankfurt No. 10 (für Galerie Beck)
oben, Künstlerhaus Göttingen (mit der Malerin
Gudrun Emmert)
Ei ­, art multiple, Düsseldorf (für Galerie Beck)
Portrait, Staatliche Museen Kassel, Neue Galerie
(mit dem Fotografen Thomas Bachler)
2000 Wiedergrüße, Multiple Box, Hamburg
Stämmlers privat, Galerie Beck, Homburg/Saar
2001 Portrait, Stämmlers privat zusammen mit Thomas Bachler (Tatorte) in der Stadtgalerie Altena
Wiedergrüße, ART Frankfurt (für Galerie Beck)
immer essen, Neuer Kunstverein Aschaffenburg (K)
Mobilien, Kasseler Sparkasse (E,K)
Portraitzeichnungen, Schloß Schönfeld, Kassel (E)
2005 Arkadien oder Dolly zuliebe, Galerie Melchior, Kassel (E)
2006 Petersburger Hängung, Galerie Beck, Homburg/Saar (E)
06-07 arte mobile, Kassel und Florenz, Kooperationsprojekt
der Städte Kassel und Florenz (K)

Arbeiten im Besitz von_:

GH Kassel 1980
Staatliche Museen Kassel, Neue Galerie 1990, 1995, 2004
Philipp-Scheidemann-Haus (Kunst am Bau), Kassel 1995
Justizzentrum, Kassel (Kunst am Bau), 2000
FIDUCIA Kassel, 2002
Braun, Melsungen, 2004
Kasseler Sparkasse, 2003, 2004
Oberfinanzdirektion, Wiesbaden, 2004

 

Eröffnung der Ausstellung am Freitag, dem 8. Februar 2008 in der Zeit von 19.30 - 21.30 Uhr

Einführung in die Ausstellung: Susanne Buckesfeld M. A.

Es erscheint ein Katalog

 

 

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