jgerman galleries / index cities / index galleries / index artists / index Frankfurt
Frankfurter Kunstverein
Steinernes Haus am Römerberg
Markt 44
60311 Frankfurt am Main
Tel. 069 - 28 53 30
Fax 069 - 219 314 11
Di - So 11-19 Uhr
post@fkv.de
www.fkv.de
aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition
08.02. - 27.04. 2008
Armando Andrade Tudela
Mit der Präsentation der Arbeiten von Armando Andrade Tudela zeigt der Frankfurter Kunstverein die erste große Einzelausstellung des peruanischen Künstlers in Deutschland. Armando Andrade Tudela untersucht mittels Collage, Fotografie und Skulptur die Unterschiede der Moderne in Europa und in Lateinamerika. Auch wenn sich viele formale Bezüge herstellen lassen, sprechen diese beiden Modernen" eine unterschiedliche Sprache in Bezug auf ihren historischen und kulturellen Kontext und greifen auf eine unterschiedliche Grammatik zurück. Für die Ausstellung im Frankfurter Kunstverein hat Andrade Tudela drei neue Werkgruppen entwickelt. Armando Andrade Tudela (*1975, Lima, Peru) studierte an der Pontificia Universidad Católica in Lima, am Royal College of Art in London sowie an der Jan Van Eyck Akademie in Maastricht. Zurzeit lebt er in St. Etienne, Frankreich. Andrade Tudela ist Gründungsmitglied des Künstlerraums und Kunstkollektivs Espacia la Culpable in Lima. Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Zeitgenössische Kunst Huarte in Navarra, Spanien, entstanden, wo sie im Anschluss vom 4. Juli 28. September 2008 gezeigt wird.
Eröffnung: 7. Februar 2008
When Kittens become Cats
Künstlergespräch mit Armando Andrade Tudela
Mittwoch, 23. April, 19.00 UhrArmando Andrade Tudela (*1975, Lima, Peru) studierte an der Pontifícia Universidad Católìca in Lima, am Royal College of Art in London sowie an der Jan Van Eyck Akademie in Maastricht. Zurzeit lebt er in St. Etienne, Frankreich. Im Rahmen seiner Einzelausstellung im Frankfurter Kunstverein spricht Tudela als Gast der Reihe When Kittens Become Cats" über seine Arbeit. Tudela untersucht in seiner Arbeit mittels Collage, Fotografie und Skulptur die Unterschiede der Moderne in Europa und in Lateinamerika und beschäftigt sich damit, wie ästhetische Konzepte sozial und politisch vereinnahmt und umformuliert werden. Architektonisch verweben sich in seinen Arbeiten modernistische Versatzstücke, kunsthistorische Verweise und popkulturelle Elemente zu einer vielschichtigen, visuellen Reflexion politisch-kultureller Zusammenhänge. Einzelausstellungen von Tudela waren in den vergangenen Jahren im LAX in Los Angeles, der Annet Gelink Gallery in Amsterdam sowie der Counter Gallery in London zu sehen. Darüber hinaus war er zwischen 2005 und 2008 u. a. auf der Lyon-, Shanghai-, São Paulo- sowie Torino Biennale vertreten.
Künstlergespräch in englischer Sprache. Der Eintritt ist frei.
Ort: Café im KunstvereinDie Kittens-Reihe bietet jungen sowie etablierten Künstlern im Café im Kunstverein" regelmäßig ein Forum, um die Entstehung, Hintergründe oder Ergebnisse ihrer Arbeit unabhängig von Ausstellungszusammenhängen in einer offenen informellen Gesprächsrunde vorzustellen. Das Publikum ist eingeladen in direkten Kontakt zu treten, sich überraschen zu lassen, Fragen zu stellen oder auch kontrovers zu diskutieren.
Weitere Künstlergespräche finden mittwochs um 19 Uhr an folgenden Terminen statt:
30.4. Denise Mawila / 7.5. Sunah Choi / 21.5. Dan Rees / 28.5. Dani Jakob / 18.6. Joulia Strauss & Martin Carlé / 25.6. Kerstin Stoll"When Kittens become Cats" wird in diesem Jahr unterstützt von:
Helaba
Stiftung Polytechnische Gesellschaft
When Kittens become Cats
Der Frankfurter Kunstverein freut sich das nächste Künstlergespräch in der Reihe
When Kittens become Cats" von Roman Ondák am Mittwoch, den 16. April 2008, um 19 Uhr anzukündigen:
Künstlergespräch mit Roman Ondák
Mittwoch, 16. April, 19.00 UhrRoman Ondák wurde 1966 in Zilina, Slowakei, geboren. Er lebt und arbeitet in Bratislava. Anhand performativer Eingriffe, Aktionen und Handlungen überführt Ondák Alltagskonventionen in den Kontext der Kunst. Mit minimalen Verschiebungen der gewohnten Kommunikationsformen, Rahmenbedingungen oder zu erwartender Verhaltensmuster schafft er eine Verschiebung gesellschaftlicher Codes und Wertzuschreibungen. Das subversive Spiel mit Bedeutung, Kontext und Imagination spielt in den Arbeiten Ondáks eine tragende Rolle, wobei das Betrachten und Produzieren von Kunst als aktive gesellschaftliche Teilhabe verstanden werden kann. Im Frankfurter Kunstverein war Roman Ondák sowohl in den Gruppenausstellungen Populism" (2005) und Tranzit" (2006) vertreten. Er hatte zuletzt Einzelausstellung in der Pinakothek der Moderne, BAK Utrecht, Galerie im Taxispalais und war auf zahlreichen internationalen Ausstellungen und Biennalen vertreten. Künstlergespräch in englischer Sprache.
Künstlergespräch in englischer Sprache. Der Eintritt ist frei.
Ort: Café im KunstvereinDie Kittens-Reihe bietet jungen sowie etablierten Künstlern im Café im Kunstverein" regelmäßig ein Forum, um die Entstehung, Hintergründe oder Ergebnisse ihrer Arbeit unabhängig von Ausstellungszusammenhängen in einer offenen informellen Gesprächsrunde vorzustellen. Das Publikum ist eingeladen in direkten Kontakt zu treten, sich überraschen zu lassen, Fragen zu stellen oder auch kontrovers zu diskutieren.
Weitere Künstlergespräche finden mittwochs um 19 Uhr an folgenden Terminen statt:
23.4. Armando Andrade Tudela / 30.4. Denise Mawila / 7.5. Sunah Choi / 21.5. Dan Rees / 28.5. Dani Jakob / 18.6. Joulia Strauss & Martin Carlé / 25.6. Kerstin Stoll"When Kittens become Cats" wird in diesem Jahr unterstützt von:
Helaba
Stiftung Polytechnische Gesellschaft
26. April 2008, 19 2 Uhr
When we were young..."
Nacht der Museen 2008 im Frankfurter Kunstverein
Zur Nacht der Museen 2008 präsentiert der Frankfurter Kunstverein unter dem
Motto When we were young..." ein abwechslungsreiches Programm aus
Paneldiskussion, DJ-Musik und Führungen durch die aktuellen Ausstellungen.Mit einer Paneldiskussion zum Thema Adaption der Wirklichkeit" mit dem Fotokünstler Tobias Zielony beginnt das Abendprogramm im Kunstverein um 19 Uhr. Moderieren werden Katja Schroeder (Kuratorin im Frankfurter Kunstverein) und Felix Hoffmann (C/O Berlin, Kurator der Ausstellungsreihe Talents", deren Sonderausstellung am Abend in der Neuen Börse eröffnet wird). Der junge deutsche Fotokünstler Tobias Zielony (*1973, Wuppertal) beschäftigt sich mit Lebenswirklichkeiten Jugendlicher in Europa und Amerika und fängt in seinen Fotoserien deren Leben ein. Er beschreibt darin seismografisch Lebensformen und Subkulturen postindustrieller Gesellschaften. Ab 21 Uhr wird DJ Bernd Thiele im Café im Kunstverein mit Electro-Sounds und House-Klängen Party-Atmosphäre schaffen, während das Team von Nykke & Kokki Drinks around the clock" mixt. Parallel sind die beiden Ausstellungen Manon de Boer: Die Zeit, die bleibt" und Armando Andrade Tudela sowie das Künstlerprojekt Kaltfront" von Xabi Salaberria im 10 reasons to be a member Raum zu sehen.
Von 21 Uhr bis 24 Uhr starten stündlich Führungen durch die Ausstellungen.
Programm:
19 Uhr
Paneldiskussion Adaption der Wirklichkeit" mit Tobias Zielony
Moderation: Katja Schroeder (Kunstverein Frankfurt), Felix Hoffmann (C/O Berlin)
Ort: Café im Kunstvereinab 21 Uhr
DJ Bernd Thiele. Musik: Electronica und House
"Drinks around the clock" von Nykke & Kokki
Ort: Café im Kunstverein21, 22, 23 und 24 Uhr
Ausstellungsführungen durch die aktuellen Ausstellungen Manon de Boer: Die Zeit, die bleibt" und Armando Andrade TudelaEintritt (Karte gültig in allen teilnehmenden Museen): 12 Euro
Abendkasse: ab 19 Uhr in allen Museen
When Kittens become Cats
Der Frankfurter Kunstverein freut sich, das nächste Künstlergespräch in der Reihe
When Kittens become Cats" von Denise Mawila am Mittwoch, den 30. April 2008, um 19 Uhr anzukündigen.
Außerdem möchten wir noch einmal auf unser Programm zur Nacht der Mussen 2008 am Samstag den 26. April hinweisen sowie auf unsere aktuellen Ausstellungen Manon de Boer: Die Zeit, die bleibt", Armando Andrade Tudela" und 10 Reasons to be a Member #15 Xabi Salaberria", die nur noch wenige Tage - bis kommenden Sonntag, den 27. April - zu sehen sein werden.
Künstlergespräch mit Denise Mawila
Mittwoch, 30. April, 19.00 UhrDenise Mawila (*1970, Frankfurt) hat an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und an der Städelschule in Frankfurt am Main studiert. Den Ausgangspunkt ihrer Collagen, Arrangements und Installationen bilden häufig Materialien, die Mawila auf Flohmärkten oder in Büchern und anderen Medien findet. Sie zeichnet aus diesem Material fiktionale Geschichten nach, die Themen wie Identität und Lebensgeschichte poetisch aufgreifen. Formale Parallelitäten und Variationen in ihren Arrangements aus Stoffen, Accessoires, Bildern und Büchern behandeln dabei immer wieder Themen der Differenz und fragen nach der spezifischen Manifestation von Identität im Alltäglichen.
Künstlergespräch in deutscher Sprache. Der Eintritt ist frei.
Ort: Café im KunstvereinDie Kittens-Reihe bietet jungen sowie etablierten Künstlern im Café im Kunstverein" regelmäßig ein Forum, um die Entstehung, Hintergründe oder Ergebnisse ihrer Arbeit unabhängig von Ausstellungszusammenhängen in einer offenen informellen Gesprächsrunde vorzustellen. Das Publikum ist eingeladen in direkten Kontakt zu treten, sich überraschen zu lassen, Fragen zu stellen oder auch kontrovers zu diskutieren.
Weitere Künstlergespräche finden mittwochs um 19 Uhr an folgenden Terminen statt:
7.5. Sunah Choi / 21.5. Dan Rees / 28.5. Dani Jakob / 18.6. Joulia Strauss & Martin Carlé / 25.6. Kerstin Stoll"When Kittens become Cats" wird in diesem Jahr unterstützt von:
Helaba
Stiftung Polytechnische Gesellschaft
When Kittens become Cats
Der Frankfurter Kunstverein freut sich, das nächste Künstlergespräch in der Reihe
When Kittens become Cats" von Sunah Choi am Mittwoch, den 7. Mai 2008, um 19 Uhr anzukündigen.
Künstlergespräch mit Sunah Choi
Mittwoch, 7. Mai, 19.00 UhrSunah Choi (*1968, Pusan, Südkorea) lebt seit 1995 in Deutschland, hat an der Städelschule in Frankfurt am Main studiert und wohnt zurzeit in Berlin. Sie arbeitet sowohl mit dem Medium der Fotografie, also auch mit Skulptur, Video und Installation. Ihrer Arbeit liegt eine grundlegende Auseinandersetzung mit kulturellen Aneignungsprozessen zugrunde. Dabei bezieht sie sich u. a. auf klassische Positionen der Moderne wie z. B. Laszlo Moholy-Nagy oder Mies van der Rohe. Ebenso interessiert sie sich für Klischees kulturästhetischer Kategorisierungen, die sie in ihren Arbeiten konterkariert oder umformuliert. Häufig geht es dabei um ein Zusammenspiel zwischen den westlichen, medial vermittelten Vorstellungen von Asien oder umgekehrt um den asiatischen Blick auf den Westen. Neben ihrer Ausstellungsbeteiligung im Frankfurter Kunstverein (Paralleles Leben) waren ihre Arbeiten u. a. in Gruppenausstellungen im CCA Wattis Institut in San Francisco, dem ZKM in Karlsruhe sowie der Werkleitz Biennale vertreten.
Künstlergespräch in deutscher Sprache. Der Eintritt ist frei.
Ort: Obergeschoss Frankfurter KunstvereinDie Kittens-Reihe bietet jungen sowie etablierten Künstlern im Café im Kunstverein" regelmäßig ein Forum, um die Entstehung, Hintergründe oder Ergebnisse ihrer Arbeit unabhängig von Ausstellungszusammenhängen in einer offenen informellen Gesprächsrunde vorzustellen. Das Publikum ist eingeladen in direkten Kontakt zu treten, sich überraschen zu lassen, Fragen zu stellen oder auch kontrovers zu diskutieren.
Weitere Künstlergespräche finden mittwochs um 19 Uhr an folgenden Terminen statt:
21.5. Dan Rees / 28.5. Dani Jakob / 18.6. Joulia Strauss & Martin Carlé / 25.6. Kerstin Stoll"When Kittens become Cats" wird in diesem Jahr unterstützt von:
Helaba
Stiftung Polytechnische Gesellschaft
When Kittens become Cats
Künstlergespräch mit Dan Rees
Mittwoch, 21. Mai, 19.00 UhrDan Rees (*1982 in Swansea, Wales) studiert zurzeit an der Städelschule in Frankfurt. In seiner Arbeit interessiert sich Rees für Wiederholungen und Momente der Veränderung, wobei er häufig auf die Geschichte konzeptioneller Kunst verweist.
Häufig entwickelte Rees seine Arbeiten in Kollaboration mit anderen Künstlern. So hat er 2007 in Anhlehung an Ed Ruschas Five 1955 Girlfriends die Diaprojektion 80 Girlfriends entwickelt . Ein anderes Mal ließ er Cerith Wyn Evans Fotografien aussuchen, die er selber in der walisischen Stadt Llanelli aufgenommen hatte. Für Variable Peace nahm Rees die Geräusche von zwei Tischtennispartien auf, die er gegen Jonathan Monk und Simon Starling spielte. Ausschnitte davon wurden auf Vinyl gepresst und bilden die Grundlage einer Klanginstallation. Arbeiten von Dan Rees wurden zuletzt in Einzelausstellungen von Galeria T293 in Neapel, Mission Gallery in Swansea und Parade in London gezeigt. Künstlergespräch in englischer Sprache.Der Eintritt ist frei.
Ort: Café im Frankfurter KunstvereinDie Kittens-Reihe bietet jungen sowie etablierten Künstlern im Café im Kunstverein" regelmäßig ein Forum, um die Entstehung, Hintergründe oder Ergebnisse ihrer Arbeit unabhängig von Ausstellungszusammenhängen in einer offenen informellen Gesprächsrunde vorzustellen. Das Publikum ist eingeladen in direkten Kontakt zu treten, sich überraschen zu lassen, Fragen zu stellen
"When Kittens become Cats" wird in diesem Jahr unterstützt von:
Helaba
Stiftung Polytechnische Gesellschaft
Der Frankfurter Kunstverein
Zentrum für zeitgenössische Kunst, Ort der Begegnung und
des sozialen DialogsDer Frankfurter Kunstverein ist national und international eines der wichtigsten Ausstellungshäuser für zeitgenössische Kunst. Als Kunstzentrum ist sein Hauptziel, dem Besucher schlüssig recherchierte Ausstellungen zu präsentieren, die in der Gegenwart verankert sind und in erster Linie auf die Entwicklung und Produktion neuer künstlerischer Werke und Projekte gründen. Ein weiteres Anliegen besteht darin, zur kritischen Diskussion über die zeitgenössische Kunst anzuregen. Dabei spielt die Organisation regelmäßiger Künstlergespräche, Diskussionen und Lesungen eine zentrale Rolle, die Zugangswege in die Kunst und ihre Beweggründe anbieten. Die aktuelle Gesprächsreihe When Kittens become Cats" ist nur ein Beispiel für diese Art der Vermittlung.
Der Frankfurter Kunstverein wurde im frühen 19. Jahrhundert als einer der ersten Kunstvereine in Deutschland mit dem Ziel der Förderung und Vermittlung zeitgenössischer Kunst gegründet. Im frühen 20. Jahrhundert zeigte der Frankfurter Kunstverein beispielsweise Werke von Max Beckmann, als dieser noch kaum bekannt war. Nach dem II. Weltkrieg profilierte sich der Kunstverein mit international ausgerichteten Einzelausstellungen und thematischen Gruppenausstellungen, auch hier mit Fokus auf das Aufspüren wichtiger Tendenzen. Diese Arbeit wird seitdem auf kontinuierlich hohem Niveau fortgeführt. Raum für Experimente ist dabei, ebenso wie die Neuentdeckung wegweisender Positionen, grundlegend.
Im Zentrum der Stadt zwischen dem Rathaus Römer und der Schirn Kunsthalle gelegen, bietet das Steinerne Haus - eines der wenigen erhaltenen historischen Gebäude im Stadtkern - dem Frankfurter Kunstverein eine Ausstellungsfläche mit über 1000 qm. Der Frankfurter Kunstverein ist eine von seinen über 1.700 Mitgliedern aus der Region Rhein-Main, dem gesamten Bundesgebiet und dem Ausland getragene Institution.
The Great Game to Come"
Aktionswoche mit großem Spiel- und Experimentierfeld im Frankfurter Kunstverein
14. 21. Mai 2008Presseumtrunk: 13. Mai 2008, 11 Uhr
Eröffnung: 13. Mai 2008, 19 Uhr
Finissage: 21. Mai 2008, 15 UhrDer Frankfurter Kunstverein wird in einer Aktionswoche im Mai in ein großes Spiel- und Experimentierfeld verwandelt. Ausgangspunkt sind zwei Künstlerprojekte aus den 1960er und 1970er Jahren: zum einen The Model for a Qualitative Society " (1968) von Palle Nielsen und zum anderen das Projekt Kinderplanet" (1971) von einer Gruppe der Hochschule für Gestaltung Offenbach um Thomas Bayrle, Wolfgang Schmidt und ihren Studenten Linette Schönegge, Regina Henze und Karin Günther-Thoma. Beide Projekte verwandelten Ausstellungs-, bzw. Messeräume in experimentelle Spiel- und Aktionsfelder für Kinder. Zu einem großen Spiel- und Experimentierfeld wird auch der Frankfurter Kunstverein während der Aktionswoche The Great Game to Come": Kinder, Jugendliche sowie alle anderen Besucher sind eingeladen sich aktiv am Entstehungsprozess zu beteiligen, mitzugestalten und auszuprobieren. Initiiert von Chus Martínez, Tobi Maier und Katja Schroeder, wird das Experimentierfeld mit Hilfe der beiden Künstler Palle Nielsen und Thomas Bayrle sowie Studentengruppen der Frankfurter Städelschule und der Kunstakademie in Kopenhagen entwickelt, die von ihren Professoren Tobias Rehberger (Frankfurt) und Nils Norman (Kopenhagen) unterstützt werden. Dabei steht ihnen die gesamte Ausstellungsfläche des Kunstvereins zur Verfügung.
Im Oktober 1968 installierte der dänische Künstler Palle Nielsen im Rahmen seines Experiments The Model for a Qualitative Society" im Moderna Museet in Stockholm einen riesigen Abenteuerspielplatz für Kinder. In einem Zeitraum von drei Wochen standen die Kinder im Mittelpunkt des Ausstellungshauses und ihr Spielen wurde zum Ausdruck von Freiheit und Kreativität. Das zweite Projekt entstand 1971 auf der Messe in Frankfurt. Ähnlich wie Nielsen baute auch die Gruppe der Hochschule für Gestaltung in Offenbach einen Hauptausstellungsplatz der Messe zu einem Kinderplaneten", einem Spielplatz für Kinder, um. Beide historischen" Künstlerprojekte stellen elementare Fragen: welche Art sozialen Raums kann Kunst produzieren? Wie konstituiert sich eine Gemeinschaft aus Mitspielern und Zuschauern? Wer sind die gesellschaftlichen Akteure und welcher Raum steht für die Wissensvermittlung zur Verfügung? Ausgehend von diesen Fragestellungen wird der Frankfurter Kunstverein in der Zeitspanne von einer Woche im Mai zu einem großen Aktionsfeld umfunktioniert. Hierbei soll das künstlerische Schaffen als Prozess im Mittelpunkt stehen, woran sich Kinder, Jugendliche sowie alle Besucher aktiv beteiligen können.
Zusätzlich zu der Entwicklung des Spielfeldes wird das Team des Umwelt-Exploratoriums (UX e.V.), im Rahmen der Aktionswoche mit einer Schülergruppe ein Solarluftobjekt realisieren. UX e.V. ist ein gemeinnütziger Frankfurter Verein, der von ehemaligen Studenten der Hochschule für Gestaltung Offenbach/Fachbereich Produktgestaltung gegründet wurde. Er hat sich zum Ziel gesetzt, aktuelle Tendenzen im Kontext von Umwelt und Gesellschaft aufzugreifen und diese in anschauliche Umsetzungen zu überführen.
Mit verschiedenen Informationsquellen, Fotomaterial und Büchern möchte der Frankfurter Kunstverein im Zeitraum des Projekts zudem über die beiden historischen" Künstlerprojekte informieren.
Der Eintritt in den Frankfurter Kunstverein ist während der Aktionswoche The Great Game to Come" frei. Der Kunstverein bleibt an allen Tagen von 11 bis 19 Uhr geöffnet.
Das Projekt ist eine Kooperation des Frankfurter Kunstverein mit der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste - Städelschule, Frankfurt am Main, the Royal Danish Academy of Fine Art, School of Visual Arts in Copenhagen und des Umwelt-Exploratoriums (UX e.V.). Wir bedanken uns herzlich bei der Deutschen Bank, der PwC-Stiftung Jugend Bildung Kultur sowie bei Montana für die Förderung des Projektes.
Mit freundlicher Unterstützung durch:
The Royal Danish Academy of Fine Arts, School of Visual Arts in Copenhagen
Deutsche Bank
PwC-Stiftung Jugend Bildung Kultur
Montana
When Kittens become Cats
Künstlergespräch mit Joulia Strauss und Martin Carlé
Mittwoch, 18. Juni, 19.00 UhrDie Künstlerin Joulia Strauss (* 1974 in St. Petersburg, Russland) und der Kultur- und Medienwissenschaftler Martin Carlé (* 1971 in Waiblingen) arbeiten zurzeit an dem gemeinsamen Projekt Cat-Notation", das sich mit der operativen Verbindung von Kunst und Wissenschaft beschäftigt. Im Rahmen ihres Künstlergesprächs berichten sie über ihre Rekonstruktion altgriechischer Lyra unter Anwendung der Simulationstechnologie und über ihre Entwicklung der Cat-Notation", die die altgriechische Musik als synthetische Skulptur inszeniert. Während Martin Carlé über das Besondere der altgriechischen Musik spricht und ihre geschichtliche Entwicklung im Zusammenhang von Theorie, Philosophie und Technik erklärt, wird Joulia Strauss Lyra spielen und die erste delphische Hymne an Apollon in archaischem Gesang darbieten. Ziel des performativ angelegten Gesprächs ist eine Auseinandersetzung mit der Wiedereinführung des Begriffs der Schönheit auf dem Catwalk der zeitgenössischen Kunst, durch die Erfahrung von Schönheit als gemeinsamer Ursprung von Wissenschaft und Kunst.
Künstlergespräch in deutscher Sprache.Der Eintritt ist frei.
Ort: Café im Frankfurter KunstvereinDie Kittens-Reihe bietet jungen sowie etablierten Künstlern im Café im Kunstverein" regelmäßig ein Forum, um die Entstehung, Hintergründe oder Ergebnisse ihrer Arbeit unabhängig von Ausstellungszusammenhängen in einer offenen informellen Gesprächsrunde vorzustellen. Das Publikum ist eingeladen in direkten Kontakt zu treten, sich überraschen zu lassen, Fragen zu stellen oder auch kontrovers zu diskutieren.
Weitere Künstlergespräche finden mittwochs um 19 Uhr an folgenden Terminen statt:
25.6. Kerstin Stoll / 2.7. Dani Jakob"When Kittens become Cats" wird in diesem Jahr unterstützt von:
Helaba
Stiftung Polytechnische Gesellschaft
Führungen zu den aktuellen Ausstellungen
The Great Transformation Kunst und taktische Magie
7. Juni 7. September 2008
&
10 Reasons to be a Member
#16 Trompe-l'il Polizei
7. Juni 7. September 2008
Öffentliche Führungen zu den aktuellen Ausstellungen finden immer am 1. und 3. Donnerstag im Monat um 17.30 Uhr sowie am 2. und 4. Sonntag im Monat um 16.30 Uhr statt.
Termine im Juni:
Sonntag, 15. Juni, 16.30 Uhr
Donnerstag, 19. Juni, 17.30 Uhr
Sonntag, 29. Juni, 16.30 UhrDaten für öffentliche Führungen im Juli und August werden in Kürze auf unserer Homepage bekannt gegeben. Weitere Führungen können individuell vereinbart werden.