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Hamburger Bahnhof
Staatliche Museen zu Berlin
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin
Invalidenstraße 50-51 ·
10557 Berlin
Tel. 030 - 397834 - 23
Fax 030 - 397834-13
hbf-ausstellung@smb.spk-berlin.de
Di - Fr 1 - 18 Uhr, Sa11 - 20 Uhr, So - 18 Uhr, Do 14 - 18 Uhr
www.hamburgerbahnhof.de
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition
21.03. - 24.08. 2008
Wolfgang Tillmans
Lighter
NeueWerke und Werke der Nationalgalerie, der Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof und Leihgaben
Der deutsche Künstler Wolfgang Tillmans ist in den 1990er Jahren mit originellen Porträts und Momentaufnahmen aus dem Bereich der Popkultur bekannt geworden. Mit einer räumlichen Inszenierung aus Porträts, Stilleben, Natur- und Stadtansichten gewann er im Jahr 2000 den begehrten "Turner Prize" in London. Seitdem erweiterte Tillmans kontinuierlich die Bandbreite seiner Arbeit und konzentrierte sich auch auf Vorgänge des Fotografierens selbst, auf Strukturen und Beschaffenheiten der fotografischen Papiere. Diese neueren, oft ganz "abstrakten" Arbeiten stehen im Zentrum der Ausstellung, die mit über 200 Arbeiten aus den Jahren von 1986 bis 2008 zu den bislang größten Tillmans-Ausstellungen in Deutschland zählt.
Der Titel "Lighter" (von engl. "Anzünder") bezieht sich dabei auf eine Serie von Arbeiten, bei denen die Magie des belichteten Papiers ganz im Vordergrund steht. Die Fotografie fungiert hier nicht mehr als Abbildungsmedium, sondern vor allem als materielles Objekt. In den sog. "paper drops" wird die reale Wirkung der Papiere in fast grafisch anmutenden Kompositionen übersetzt und dadurch erneut geradezu "greifbar". Bei anderen Arbeiten dominieren die drucktechnischen Prozesse und sorgen für aufregende Wechselspiele zwischen Motiv und Oberfläche, Bild und Objekt.
Der Rundgang führt von den frühen Fotokopierarbeiten und einer Rekonstruktion des vielteiligen Turner-Prize-Raumes bis hin zur politisch ausgerichteten Tischinstallation "Truth Study Center". Die Ausstellung endet mit einem Fokus auf ganz aktuelle Arbeiten.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation im Hatje-Cantz-Verlag, die als Paperback
an der Museumskasse und als Hardcover im Buchhandel erhältlich ist.
20.06. - 24.08. 2008
Werkraum 25
Alicija Kwade
Von Explosionen zu Ikonen
Piepenbrock Förderpreis für Skulptur 2008
Die mit dem Piepenbrock Förderpreis ausgezeichnete Künstlerin Alicja Kwade arbeitet vielseitig und originell mit verschiedenen Medien (Installation, Skulptur, Fotografie, Video) und Materialien. Für ihre Objekte verwendet Alicja Kwade sowohl klassische Werkstoffe als auch verfremdete Gebrauchsgegenstände. Kohlebriketts werden zu Goldbarren, Kieselsteine zu Juwelen und Straßensteine zu Diamanten. Alicja Kwade stellt dabei Fragen nach Echtheit und Wertigkeit, Wahrnehmung und Klassifizierung. Immer wieder beschäftigt sie sich mit Fragen der Physik, wie etwa mit der Darstellung von Sichtbarem und Unsichtbarem, kombiniert in ihrer Kunst die Wissenschaft aber auch mit Poesie und Spiel.
Ermöglicht durch die Piepenbrock Unternehmensgruppe und Museum & Location
13.09. 2008 - 11.01. 2009
Ayse Erkmen
Weggefährten
Im Herbst 2008 widmet der Hamburger Bahnhof Ays¸e Erkmen eine Einzelausstellung. Es ist die erste umfangreiche Werkschau der Künstlerin. Die türkische Konzeptkünstlerin ist mit Installationen in Berlin (DAAD) bekannt geworden. Es folgten zahlreiche internationale Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen sowie Einladungen zu Biennalen. Aufsehen erregte besonders Erkmens Beitrag Sculptures on the Air für die Skulptur. Projekte in Münster 1997.
Das Thema der Berliner Ausstellung steht unter dem Motto der "Weggefährten". Ideen aus früheren Werken werden für den Hamburger Bahnhof ,übersetzt'. Die Künstlerin nimmt die räumlichen Gegebenheiten des Hauses als Ausgangspunkt der Ausstellung und bahnt sich dabei einen Weg von außen nach innen. Neben Skulpturen und großen Installationen wird ihr filmisches uvre gezeigt.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag der Buchhandlung Walther König (deutsch/englisch, ca. 224 Seiten mit 120 Abbildungen, davon 80 in Farbe) mit 5 Essays, 40 detaillierten Werkanalysen und einer kommentierten vollständigen Chronologie der Ausstellungen.
Die Künstlerin steht - nach Absprache - für Interviews zur Verfügung.
Die Ausstellung wird ermöglicht durch den Hauptstadtkulturfonds.
Ayse Erkmen, geb. 1949 in Istanbul
1977 Abschluss des Studiums der Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Istanbul (heute Mimar-Sinan-Universität)
April 1993 April 1994 DAAD-Stipendium im Rahmen des Berliner Künstlerprogramms
April 1998 Juli 1998 Verfügungsprofessur (so genannte Arnold Bode Professur) im Fachbereich Kunst an der Universität Gesamthochschule Kassel (heute: Universität Kassel)
Februar 2001 Oktober 2005 Professur an der Städelschule Frankfurt am Main
2002 Maria-Sibylla-Merian-Preis des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst
Die Künstlerin lebt und arbeitet in Istanbul und Berlin.
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