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Karl Ernst Osthaus-Museum der Stadt Hagen

Hochstraße 73
58042 Hagen
Tel. 02331 - 207 31 38 Fax 02331 - 207 31 31
Di - So 11 - 18 Uhr, Do 11 - 20 Uhr
keom@platon.ha.eunet.de
http://www.keom.de
aktuelle Ausstellung / current exhibition

 

 

28.8. - 5.10. 1997

Emil Schumacher

Ein Künstler und seine Stadt

 


Anläßlich des 85. Geburtstages von Emil Schumacher präsentiert das Karl Ernst Osthaus-Museum eine Einzelausstellung des Künstlers, die Werke aus privatem und öffentlichem Besitz in Hagen versammeln wird.

"Für die Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg gelten die Bilder Emil Schumacher als ein Inbegriff von Malerei in Deutschland", ist dem KRITISCHEN LEXIKON DER GEGENWARTSKUNST zu entnehmen. Weiter heißt es, daß das in äußerster Konzentriertheit entstandene Gesamtwerk unübersehbare Akzente in der Entfaltung der ersten internationalen Weltsprache der Kunst im historischen Moment gesetzt habe. "Es hat darüber hinaus in einer heute nur selten noch gültigen Weise im Laufe der Jahrzehnte beständig an künstlerischer Dichte gewonnen einschließlich des gegenwärtigen, späten Schaffens [...] des Malers. [...]

Schumachers Malerei hatte ihre große Stunde in den 50er und 60er Jahren, als Farbe und Materie, Ausdruck und Gestik das anerkannte, gebilligte und geforderte Bild einer neuen, jungen, international geprägten Kunst bestimmten. Malerei im Sinne existentieller Niederschrift bezog und entbarg ihren Sinn aus sich selbst. [..] Schumachers Kunst ist, so, wie wir sie heute sehen, in einer durch und durch dezidierten Weise ebenso abhängig wie unabhängig von den Kunstismen ihrer Zeit. Sie erklärt sich aus sich selbst, als 'Malerei'. Schumachers besondere Position im Konzept der nationalen und der deutschen, der europäischen und internationalen Kunst leitet sich von nichts anderem her als von seinem künstlerischen Vermögen, von der immer wieder neuen Unmittelbarkeit, Unverbrauchtheit, von der Frische und Akualität seiner Bilder. Für Emil Schumacher geht es in immer erneuten Zugriffen um die gleichermaßen gewalttätige wie sensible Bändigung der Malprozesse, um die durch diese selbst ausgelösten bildnerischen Aktionen [...]. Diese Kunst erwächst nicht aus inhaltlichen, abbildhaften, literarischen oder anderen Prämissen, sondern allein aus dem Lebenskreis, den sich der Maler selbst wählt, in den er hineingeboren wurde und den er als Existenz erfährt."

Vom 4.9 - 2.10.1997 finden jeweils donnerstags um 18 Uhr öffentliche Führungen statt. Eintritt 5.- /3.- DM

 

 

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