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Kunstverein Hannover
Sophienstraße 2
30159 Hannover
Tel. 0511 - 32 45 94; Fax 0511 - 363 22 47
Di - So 11 - 17 Uhr, Mi 11 - 21 Uhr
mail@kunstverein-hannover.de
http://kunstverein-hannover.kulturserver-nds.de
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition
28.06. - 17.08. 2008
Nordlichter - 84. Herbstausstellung niedersächsischer Künstler
Als einziger Übersichtsschau zur zeitgenössischen Kunst in Niedersachsen kommt der Herbstausstellung für das kulturelle und kulturpolitische Profil des Landes eine herausragende Bedeutung zu. Um der Breite der hier entwickelten Positionen einen angemessenen Rahmen geben zu können, bemüht sich der Kunstverein Hannover, für jede Präsentation weitere Ausstellungspartner zu gewinnen.
Um einen auch räumlich möglichst verdichteten Gesamtblick auf die wichtigsten Positionen der niedersächsischen Kunstszene zu ermöglichen, beschränkten wir uns bisher auf zusätzliche Ausstellungsorte in Hannover.
Nordlichter versteht sich dabei nicht einfach als Sammelbecken für die Kunst der Region, sondern als spezifische Plattform für herausragende Positionen. Insofern kommt der Qualität hohe Priorität bei der Auswahl der beteiligten Künstler zu. Traditionsgemäß werden die Stipendiaten für den Preis des Kunstvereins Hannover, der mit einem zweijährigen Atelier-Stipendium in der "Villa Minimo" und einer abschließenden Ausstellung im Kunstverein verbunden ist, sowie der Preisträger für den "Kunstpreis der Sparkasse Hannover" im Rahmen der Herbstausstellung ermittelt. Die Auswahl der eingeladenen Künstler sowie der verschiedenen Preisträger erfolgt durch eine regional und überregional zusammengesetzte Fachjury.
Zur Ausstellung, die durch zahlreiche Begleitveranstaltungen ergänzt wird, erscheint ein Katalog, der wiederum einen kommentierten und überarbeiteten Überblick zu den Ausstellungsorten und Hochschulen des Landes enthalten wird.
Jurymitglieder in alphabetischer Reihenfolge:
Yilmaz Dziewior, Martin Engler, Gerlinde Harig, Sabine Himmelsbach, Leni Hoffmann, Julia Schmid,
28.06. - 17.08. 2008
Überblick
25 Jahre Preis des Kunstvereins Hannover Atelierstipendium Villa Minimo
Im Rahmen der 84. Herbstausstellung niedersächsischer Künstler würdigt der Kunstverein mit einer parallelen Ausstellung das 25-jährige Bestehen des "Preis des Kunstvereins Hannover Atelierstipendium Villa Minimo". In drei Räumen des Kunstvereins werden aktuelle Arbeiten der
bisherigen Preisträger präsentiert und die Geschichte des Preises anhand von Dokumentations- und Pressematerial veranschaulicht. Zum Ende der Ausstellung am 17. August 2008 erscheint
eine Publikation, welche die Geschichte des Preises und der Villa Minimo mit generellen Fragen und Ideen zur Konzeption von Stipendien verknüpft. Mit einem Symposium zum Thema Künstler -stipendien am 8. November 2008 wird das Panorama von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zum Abschluss gebracht.Pressekonferenz: im Rahmen der Vorbesichtigung der Herbstausstellung
am Donnerstag, 26. Juni um 11 Uhr
28.06. - 17.08.2008
Ulrike Schneider, Rüdiger Stanko
Eröffnung: Freitag, 27. Juni 2008 um 20 Uhr
Führungen: jeden Sonntag um 15 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung
Talking Labels: Mitarbeiter des Kunstvereins beantworten Ihre Fragen zur Ausstellung
jeden Sonntag von 16 bis 17 Uhr jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr
Unterstützt durch: Niedersächsische Sparkassenstiftung
Stiftung Kulturregion Land Niedersachsen
Der Kunstverein Hannover wird vom Kulturbüro der Landeshauptstadt institutionell gefördert.
30.08. - 26.10. 2008
Leigh Bowery
Mit dem australischen Künstler Leigh Bowery (19611994) widmet sich der Kunstverein Hannover einem der schillerndsten Grenzgänger der Londoner Club-, Mode- und Kunstszene der 80er und 90er Jahre. Bowery, der 1980 von Australien nach London übersiedelte, machte seine Sexualität zum ästhetischen Ausdrucksmittel und benutzte dabei bewusst den eigenen Körper in seiner überbordenden Fülle als künstlerisches Medium. Seine Verkleidungen, Maskeraden, Travestien untersuchen die Begriffe Mode und Körper in ihren Grenzbereichen zu unterschiedlichsten gesellschaftlichen Feldern. Seine körperliche Massigkeit nimmt Bowery zum Ansatzpunkt eines extrovertierten und extravaganten Körperkults, in dem sich die Konzepte von Hässlichkeit und Schönheit, von gesellschaftlicher Normiertheit und Grenzüberschreitung überkreuzen.
Das Ergebnis war eine Kunstfigur, unter der Bowery selbst vollkommen verschwand und die in unterschiedlichen Bereichen rezipiert wurde. So ließ sich Lucian Freud von Bowery zu einigen seiner faszinierendsten Aktdarstellungen inspirieren. 1988 entdeckte ihn der Londoner Galerist Anthony d'Offay, und Bowery posierte während seiner "Ausstellung" Tag für Tag in wechselnden Kostümen im Schaufenster der Galerie.
Diese erste Performance im Kunstkontext war auch der Beginn der Zusammenarbeit mit dem Fotografen Fergus Greer, der ihn bis zu seinem frühen Tod (er starb 1994 an den Folgen einer HIV-Infektion) begleiten sollte. Greer hielt die exaltierten Posen Bowerys in immer neuen, selbst gefertigten Outfits mit jenen über 200 Studioaufnahmen fest, die bis heute die unbeschwerte Sonnenseite, die makellose Oberfläche seines Werkes bilden, das für so unterschiedliche Künstler- und Kunst-Persönlichkeiten wie Boy George, Vivienne Westwood oder Alexander McQueen stilprägend werden sollte. Dass sich hinter dieser exaltierten Modefassade ein Werk eröffnet, das in außerhalb der Club-Szene bis dato unbekannte Abgründe zwischen Punk-Ballett und SM-Performances vordringt, macht die Beschäftigung mit der Kunst-Figur Bowerys darüber hinaus besonders interessant.
Die eleganten Hochglanz-Fotografien wurden nach seinem Tod einerseits zum eindrücklichen Vermächtnis einer rastlosen Arbeit an sich und seiner Kunstfigur, erschweren jedoch andererseits die Rezeption des sich hinter dieser Oberfläche verbergenden, sich in unterschiedliche Subkulturen verzweigenden Werkes.
Die Ausstellung im Kunstverein Hannover möchte dementsprechend neben den Kostümen und Modefotografien wesentlich auch den Grenzgänger zwischen Kunst und Subkultur, zwischen Körperkult und einer Ästhetik des Hässlichen, zwischen Queer-Kult und homoerotischem Outcome beleuchten und so unter seinen vielfältigen Camouflagen Leigh Bowery als einen der produktivsten Künstler an der Grenze von High und Low, von Kunstgeschichte und Club-Kultur sichtbar werden lassen.
Zur Ausstellung, die im Rahmen des Projektes "Hannover Goes Fashion" stattfindet, erscheint ein Katalog.30.08.2008 26.10.2008
Eröffnung: Freitag, 29. August 2008 um 20 UhrFührungen: jeden Sonntag um 15 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung
Talking Labels: Mitarbeiter des Kunstvereins beantworten Ihre Fragen zur Ausstellung
jeden Sonntag von 16 bis 17 Uhr jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr
Unterstützt durch: Land Niedersachsen
Der Kunstverein Hannover wird vom Kulturbüro der Landeshauptstadt institutionell gefördert.
05.11.2008 - 09.11.2008
(veränderte Laufzeiten)PLATTFORM #5
Der Kunstverein Hannover versteht sich als Schnittstelle für die Vermittlung regionaler, nationaler und internationaler Gegenwarts-
kunst. Mit der im zweijährigen Turnus stattfindenden Herbst-
ausstellung als einzige niedersächsische Institution einen breiten Überblick über herausragende junge künstlerische Positionen des Landes. Mit der als jährliche Reihe gedachten Veranstaltung PLATTFORM möchte der Kunstverein Hannover einerseits die Wahrnehmung der regionalen Kunstszene nachdrücklich weiter stärken und andererseits das öffentliche Interesse auf den für den gesamten Kunstbetrieb außerordentlich bedeutsamen Zusammen-
hang von Ausbildung, Lehre und Ausstellungsvermittlung lenken. Vor diesem Hintergrund war PLATTFORM bisher als kooperatives Projekt mit der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und der Fachhochschule in Hannover angelegt und wurde in den letzten Jahren mit der HFBK Hamburg und Kunsthochschule Malmø in Schweder weitergeführt.
Mit der fünften Veranstaltung, für die als Partner die Kunsthochschule Kassel gewonnen werden konnte, steht ein Konzept, das sich deutlich von den üblichen Meisterschüler-Ausstellungen unterscheiden soll. Statt den Kunstverein als schlichten Abspielort zu benutzen, wird er für die Dauer eines verlängerten Wochenendes in eine offene Workshop-Bühne verwandelt. Die innerhalb dieses Rahmens geplante Ausstellung entwirft sich als nach allen Seiten hin offenes Work in Progress. Konkret bedeutet das: Eine Jury, bestehend aus Mitarbeitern des Kunstvereins und Professoren der Hochschule, wählt aus allen Studenten der Kunsthochschule diejenigen aus, die ihre Beiträge nicht als statische Ausstellungsprodukte, sondern als flexible, prozessuale Angebote entwerfen. Aus einer gemeinsamen Diskussion heraus sollen sich Form und gegenseitige Einflussnahme der Positionen während der viertägigen Präsentation laufend ändern und verschieben.
Um diesen prozessualen Brennpunkt herum gruppieren sich regional wie überregional besetzte Vorträge, Diskussionsrunden und ein Symposion. Als Diskursplattformen sollen diese Angebote eine wesentliche Aufarbeitung hochschulspezifischer wie auch allgemeiner Fragen zur Situation von Lehre, Ausbildung und Vermittlung leisten.
Eröffnung: Dienstag, den 4. November 2008 um 20 Uhr
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