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Museum für Angewandte Kunst
An der Rechtschule
50667 Köln
Tel. 0221 - 221 38 60; -67 14 oder -6712
Fax 0221 - 221 38 85
Di - So 11 - 17 Uhr, Mi 11 - 20 Uhr, Mo geschlossen
museumsref-tran@netcologne.de
http://www.museenkoeln.de/museum-fuer-angewandte-kunst
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition
19.01. - 21.03. 2010
Montags beim Papst
Der am 26. März 2008 in Köln verstorbene Designer und Zukunftsforscher Walter Papst zählte zu den bislang eher unbekannten aber bedeutenden Design-Avantgardisten der deutschen Nachkriegszeit. Geboren 1924, studierte er an der Kieler Muthesius Werkkunstschule und unterhielt von 1957 bis 1974 ein Atelier für Industriedesign und Produktentwicklung in Köln. Seine Arbeiten übersetzen die Grundsätze der Moderne in die Aufbruchstimmung der 1950er und 1960er Jahre: Neue Materialien, neue ergonomische Erkenntnisse und neue Ideale fügen sich bei Walter Papst zu ebenso heiteren wie wegweisenden Gestaltungsentwürfen.
Mit dem legendären "Dreibein-Stuhl", der zu unterschiedlichen Sitzhaltungen animiert und so frühen Haltungsschäden bei Kindern vorbeugen sollte, schlug Walter Papst bereits 1954 ein neues Kapitel in der Schulmöbelwelt auf. Die Ausstellung zeigt neben Prototypen und Originalen auch die Neuauflage des dreibeinigen Holzstuhls, der zu einer Design-Ikone wurde.
Das Museum für Angewandte Kunst zeigt als dritte Station die von der Firma Wilkhahn konzipierte Ausstellung aus dem umfangreichen Nachlass von Walter Papst. Sie zeigt vielfältige Facetten aus seinem Lebenswerk und thematisiert auch bislang eher unbekannte Kapitel wie zum Beispiel die Leidenschaft des Designers für den Kölner Karneval. Diesen verstand Papst als künstlerisches Happening, auf das er sich monatelang akribisch vorbereitete, um es dann mit Gästen aus der Künstler- und Designszene zu zelebrieren. Die Ausstellung lädt ein zu einer ebenso faszinierenden wie inspirierenden Zeitreise, die von Produktgestaltung bis zu legendären Rosenmontagsfesten führt eben bis zu "Montags beim Papst".
Mit der Ausstellung und dem Begleitkatalog, herausgegeben von der Firma Wilkhahn, soll ein bislang kaum bearbeiteter Teil deutscher Designgeschichte der Nachkriegszeit einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
24.01. - 25.04. 2010
Meissen - Barockes Porzellan in Köln
Die bedeutendste Porzellanmanufaktur des 18. Jahrhunderts in Europa wurde am 23. Januar 1710 durch den sächsischen Kurfürsten und König von Polen, August den Starken (1670-1733), gegründet. In vier Sprachen ließ er in einem gedruckten Dekret die Erfindung des Porzellans sowie die Gründung von Manufakturen in Sachsen feierlich verkünden. Die Produktion wurde noch im Juni desselben Jahres auf der Albrechtsburg in Meißen aufgenommen; das "weiße Gold" aus Sachsen sollte bald zum begehrtesten Luxusgut der europäischen Fürstenhöfe avancieren.
Anlässlich des 300-jährigen Gründungsjubiläums der Meissener Manufaktur präsentiert das Museum für Angewandte Kunst eine hochkarätige Porzellan-Sammlung aus rheinischem Privatbesitz, die bislang noch nie ausgestellt wurde. Die äußerst seltenen und wertvollen Exponate aus dem 18. Jahrhundert insgesamt über 300 Stück vermitteln sowohl einen Einblick in die vielfältige Produktion der berühmten Manufaktur als auch in die raffinierte Kultur und Geisteswelt des barocken Zeitalters.
Die Ausstellung zeigt drei Themenschwerpunkte der Sammlung: Die herausragende Plastik mit ihren Figuren und Figurengruppen bildet den ersten Schwerpunkt, eine große Anzahl an so genannten Galanterien mit fein bemalten Schnupftabakdosen, Tabatieren genannt, Riechfläschchen oder Büchsen den zweiten. Den dritten Schwerpunkt bildet schließlich prunkvoll mit Chinoiserien, Landschafts- und Kauffahrteiszenen sowie Blumenmalereien verziertes Tafelgeschirr sowie aufwendig dekorierte und mit Metall montierte Walzenkrüge. Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog (Arnoldsche Art Publishers, www.arnoldsche.com).
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