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Neuer Berliner Kunstverein

Chausseestrasse 128 / 129
10115 Berlin
Tel. 030 - 280 70 20; 280 70 19; Fax 030 - 280 70 19
e-mail: nbk@berlin.snafu.de
Di + Fr 12 - 18 Uhr, Sa + So 14 - 18 Uhr
www.nbk.org
aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

 

07.07. - 19.08.2001


Ortsbegehung 7 Modell | Skulptur

Katalin Deér, Karsten Konrad, F.R.E.d Rubin

Kurator: Rüdiger Lange


Seit 1995 verfolgt der Neue Berliner Kunstverein mit seiner jährlichen Ausstellungsreihe "Ortsbegehung" das Ziel, regelmäßig zeitgenössische Positionen junger Kunst mit drei Vertretern aus Berlin zu präsentieren. Sie werden jeweils von einem Gastkurator ausgewählt und sind durch ein aktuelles Thema miteinander verbunden. Auf diese Weise wurden in den vergangenen Jahren nicht nur verschiedene Themenbereiche, sondern auch die unterschiedlichen Medien, wie Malerei, Zeichnung und Fotografie, behandelt.

Dieses Jahr wirft der Kurator Rüdiger Lange den Blick auf ein neues Gebiet und vereint unter dem Titel "Modell | Skulptur"drei Künstler, Katalin Deér, Karsten Konrad und F.R.E.d. Rubin. Dass der kunsthistorische Begriff Skulptur heute nicht mehr in einer medial klaren Definition gefasst werden kann, lässt sich in den Arbeiten und Werkauffassungen der drei gezeigten Künstler ablesen. Sie ist ein offenes, expandierendes Medium geworden und verbindet sich mit anderen Techniken und Ausdrucksformen, wie Fotografie (Deer), Architekturmodell (Konrad) oder Objet trouvé (Rubin).

Am deutlichsten tritt die Grenzüberschreitung zwischen den künstlerischen Gattungen bei Katalin Deér in Erscheinung. In ihrer Eigenschaft als Bildhauerin diagnostiziert sie das plastische Potenzial der Fotografie und untersucht in ihrer Rauminstallation die Wechselwirkung der Zwei- und Dreidimensionalität von Oberflächen, indem in folgerichtiger Verkehrung die Fotos als Körper und Körper als flache Bilder wahrgenommen werden. Karsten Konrads Objekte, die der Künstler "Archetypes" nennt, nehmen Bezug auf historische Architekturformen. Ihre geometrische Gliederung und die der Baukunst entlehnte Typologie der Gestaltung weisen zwar die Wesensart von Architekturmodellen auf, doch sie bleiben stets autonome und rätselhaft in sich ruhende bildhauerische Kunstwerke. F.R.E.d. Rubins Skulpturen schließlich verweisen auf die Tradition des Readymades. Seine geschichtsträchtigen Fundstücke verharren jedoch nicht in ihrer Reliquienhaftigkeit, sondern verbinden Vergangenheit und Gegenwart, indem die Symbole einer untergegangenen Epoche in den Status von zeitgenössischer Plastik transferiert werden.

Zur Ausstellung erscheint ein zweisprachiger Katalog (deutsch/ englisch) mit Texten von Knut Ebeling, Till Helmbold, Rüdiger Lange und Anne Schmedding zum Preis von 18 DM.

 

Eröffnung: 6. Juli 2001, 19 Uhr

 

 

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