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Ludwig Forum für Internationale Kunst

06.02. - 25.04. Ludwigs Grafik 2 - West/Ost
28.02. - 25.04. Andreas Fogarasi
17.04. - 16.05. Lufo Production

 

Suermondt-Ludwig-Museum
ab 11.03. Hans von Aachen

 

 

 

 

Links und Adressen:

Museen Aachen
Die Museen der Stadt und Ihre Homepages im Überblick

 

NAK - Neuer Aachener Kunstverein
Passstraße 29
52070 Aachen
Deutschland
Tel. 0241 50 32 55
info[at]neueraachenerkunstverein.de
www.neueraachenerkunstverein.de

 

 

Kunstverein Koelnberg e.V.
Aachener Strasse 66
50674 Köln
www.koelnberg.org
Michael Conrads und Tillmann Terbuyken
Strassengedanken revisited

Debüt des neuen Kunstvereins Koelnberg

Eröffnung am 16.10. 2009 um 19 Uhr

Dauer der Ausstellung: 17.10. bis 28.11. 2009

geöffnet Donnerstag und Freitag 18 - 20 Uhr 
und Samstag 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung Tel. 01785263318

 

 

COUVEN MUSEUM
Hühnermarkt 17, 52062 Aachen
Öffnungszeiten: Di - Fr 12.00 - 18.00 Uhr; Sa, So 11.00 - 18.00 Uhr; Mo
geschl.
jeden 1. Samstag im Monat ab 13.00 Uhr geöffnet

 

Ausstellungen

bis 08.11.09
Rokokorelevanz
Luc Merx und Holmer Schleyerbach
Im Rahmen der Aachener Kunstroute 2009 findet im Couven-Museum eine zeitgenössische Präsentation unter dem Titel "Rokokorelevanz" statt. Rokokorelevanz ist ein umfassendes Forschungsprojekt, das sich mit dem
Grenzgebiet zwischen Kunst und Architektur auseinandersetzt. Der in Aachen lebende Niederländer Luc Merx und der in Darmstadt angesiedelte Holmer Schleyerbach transponieren Prinzipien des Rokoko und das Ornament der Rocaille in zeitgenössische Ästhetik, dies sowohl im Bereich
virtueller Bilder als auch im Bereich realer Objekte. Sie stellen somit die Relevanz des Rokoko für die Jetztzeit zur Diskussion. Im Rahmen dieses Projektes wird für das Couven-Museum eine Installation entwickelt, die sich in mehrere Räume einfügt, die mit Möbeln, Gemälden und Porzellan des 18. Jahrhunderts ausgestattet sind. Insofern sind die künstlerischen Referenzen, auf die sich die "Forscher" berufen, am Ort vorhanden und können mit den zeitgemäßen Objekten korrespondieren: tapetenartige Ornamentrapporte an einigen Fenstern,
Porzellanlandschaften, Porzellanboxen, eine Deckenlampe aus Polyamid.

28.11.09 - 28.02.10
SchönWarm
Die Kultur des Heizens zwischen Renaissance und Kaiserzeit
Prunkvolle Kamine des Aachen-Lütticher Rokoko, zierliche Zimmeröfen des frühen 19. Jahrhunderts, elegante Ofenschirme und schimmernde Messing-Accessoires offenbaren sich im Couven-Museum als ebenso funktionale wie repräsentative Elemente historischer Wohnraumgestaltung.
Von der gusseisernen "Kochmaschine" über Bettpfanne und Bügeleisen reichen andererseits die Beispiele der nützlich-unentbehrlichen Alltagsgegenstände in der Geschichte der häuslichen Wärmetechnik. Sie
lockt den Betrachter mit dem originalgetreuen Puppenherd und seinem Zubehör bis in die Welt des kindlichen Spiels. Erstmals werden auch ausgewählte Exemplare der erst jüngst erschlossenen Sammlung von Ofenkacheln aus Renaissance und Barock ausgestellt. Sie bieten einen eindrucksvollen Überblick über die Erzeugnisse der großen Zentren mitteleuropäischer Hafnerkunst. Neben der Kunstgeschichte der Ofenkeramik, des Kunsteisengusses und der bürgerlichen Innenraumgestaltung werden insbesondere die technikgeschichtlichen Aspekte des Ofen- und Kaminbaus beleuchtet bis hin zu den Anfängen der Zentralheizung und den Pionierleistungen Hugo Junkers auf dem Gebiet der
Gasbadeöfen.

Veranstaltungen/ Führungen

sonntags um 11.15 Uhr:
Führungen durch das Couven-Museum mit Georg Tilger

Do 05.11.09,18.30 Uhr
Das Projekt Rokokorelevanz
Christian Holl und Luc Merx
Vortrag im Festsaal des Couven-Museums, Museumseintritt

Sa 07.11.09, 15 Uhr
Die Restaurierung der Textilien des Puppenschrankes
Fachführung durch die Restaurierungsstudentinnen der Fachhochschule
Köln

Sa 07.11.09, 16-18 Uhr
Erzählung: Das Haus der Märchen und Geschichten lädt zu "Kostproben"
ins Couven-Museum ein: Vier Länder begegnen einander mit Geschichten,
Märchen, Erzählungen, Geistvollem aus der Flasche und kleinen
Leckereien! Da trifft das Guiness auf das Trappistenbier, der Schafskäse
auf Scones! Das alles in einem Patrizierhaus, das Feste feiern kennt!
Kai Likar aus Österreich, Joe Baele aus Belgien, Serap Güven aus der
Türkei und Tuup aus seiner Wahlheimat England werden Sie erwarten.
Erzählt wird englisch und deutsch.
Eintrittspreis: Euro 18,- (nur Vorverkauf). Infos unter Tel.: 0241
30202

Sa 14.11.09, 15 Uhr
Vive la France: Französische Lebensart im Couven-Museum
Führung: Marco Meyer

Fr 27.11.09, 19 Uhr
Eröffnung der Ausstellung:
SchönWarm
Die Kultur des Heizens zwischen Renaissance und Kaiserzeit

Sa 28.11.09, 15 Uhr
Raumakzente - Kaminensembles des Aachen-Lütticher Barock im
Couven-Museum

BURG FRANKENBERG
Museum für Stadtgeschichte und Kunsthandwerk
Öffnungszeiten: So 11.00 - 14.00 Uhr, Di - Do vormittags nach
Vereinbarung

Sonntagsführungen

So 01.11.09, 11 Uhr
Aachener Stadtgeschichte
Führung: Belinda Petri

So 08.11.09, 11 Uhr
Napoleon in Aachen
Führung: Michael Prömpeler
So 15.11.09, 11 Uhr
Ansichten von Aachen
Führung: Michael Prömpeler

So 22.11.09, 11 Uhr
Führung durch die Burg Frankenberg
Führung: Belinda Petri

So 29.11.09, 11 Uhr
Die Rethelfresken und das Bild Karls des Großen im 19. Jahrhundert
Führung: Michael Prömpeler

 

 

INTERNATIONALES ZEITUNGSMUSEUM
Von der Frühzeit der Presse bis zur Gegenwart -
Ein historischer Streifzug durch die Zeitungsgeschichte in aller Welt.
Pontstraße 13, 52062 Aachen
Tel. 0241-432-4910, www.izm.de

Im Rahmen der Route Charlemagne wird das Internationale Zeitungsmuseum
in der Pontstraße zum modernen Medienmuseum umgebaut. In dieser Zeit
befinden sich Archiv, Bibliothek und Büros des Museums im
Übergangsquartier im Haus Löwenstein am Markt 39 gegenüber dem
Rathaus. Die Bürozeiten, z.B. für Nachfragen und Recherchen, sind:
dienstags bis freitags von 9.30 bis 17 Uhr. Die Büros sind nicht offen
zugänglich - deshalb: Bitte klingeln.

Ab sofort zu buchen: Präsentation "400 Jahre Zeitung", auch außerhalb der Bürozeiten. Rufen Sie uns an: Telefon 0241 / 432-4910; Fax
0241/409-0656 oder Email an izm@mail.aachen.de .

 

 

 

06.11. - 07.12.09
Unterm Strich - Karikaturen und Zensur in der DDR

"Eine gute Pointe muss eben sitzen!" Diese Faustregel jeder Satire
hat in der DDR einen Hintersinn, den der Berliner Zeichner Manfred Bofinger 1970 in einer Karikatur unverblümt offenbarte: Er legte den Satz einem Sträfling in den Mund und spielte so darauf an, dass die wirklich treffenden Pointen in der SED-Diktatur nicht erlaubt waren - kein Wunder, dass auch die Zeichnung selbst unveröffentlicht blieb.
Gleichwohl fanden Karikaturen gerade in der DDR ein großes Publikum. Ausstellungen zogen in den 1980er Jahren sogar Zehntausende Besucher an, weil sie zum Thema machten, was die staatlich gelenkten Medien
verschwiegen. Es werden über 100 Karikaturen gezeigt.

Ausstellungsort: Sparkasse Aachen, Münsterplatz 7-9
Besichtigung während der Öffnungszeiten: Mo-Mi 8.30-16.30 Uhr, Do
8.30-17.30 Uhr, Fr 8.30-16 Uhr.
Veranstalter: Kulturbetrieb der Stadt Aachen/IZM Internationales
Zeitungsmuseum, Sparkasse Aachen und Stiftung Haus der Geschichte der
Bundesrepublik Deutschland, Bonn

 

VERANSTALTUNGEN

Sa 28.11.09, 12-13 Uhr
Im Zweifel für die Eifel
Krimi von und mit Heinrich Schauerte
Im Sitzungssaal im Haus Löwenstein, Markt 39/2. Etage

Silbenschmiede ist ein Projekt des Literaturbüros in der Euregio
Maas-Rhein e.V.
und findet in Kooperation mit dem IZM statt.

 

 

 

Newsletter der Stadt Aachen Juli 2009

Aachen feiert den Auftakt zur Route Charlemagne
Aachener Rathaus erste Station der touristischen Neuerschließung der Kaiserstadt

Das historische Rathaus von Aachen präsentiert sich seit dem Wochenende 27./28. Juni 2009 als erste Station der im Rahmen der EuRegionale 2008 konzipierten Route Charlemagne mit einem neu gestalteten Ausstellungsbereich. Auch Räume des Rathauses, die bislang als Büroräume genutzt wurden, sind seitdem für die Öffentlichkeit zugänglich. Mehr als 2000 Besucherinnen und Besucher nahmen am Startwochenende die Gelegenheit wahr, die Route am Tag der offenen Tür kennenzulernen. Eine
Infostelle im Erdgeschoss des Haus Löwenstein, auf der
gegenüberliegenden Seite des Marktes gelegen, wird bis zur
Fertigstellung des "Centre Charlemagne" am Katschhof als zentrale Anlaufstelle dienen und über Stand und Fortentwicklung der Route Charlemagne informieren.

Die Route Charlemagne verbindet bedeutende Orte der Stadt Aachen zu einem Weg durch die Geschichte und wirft gleichzeitig einen Blick in dieZukunft. Als "Symbiose von Vergangenheit und Zukunft, Geist und Technik, Tradition und Innovation" würdigte Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden das Konzept, zu dessen Verwirklichung die öffentliche Hand insgesamt 80% der Gesamtinvestition von 29 Millionen Euro beiträgt.
Jede Station der Route steht symbolisch für jeweils einen übergreifenden Aspekt wie "Geschichte", "Wissenschaft", "Europa", "Religion", "Macht", "Wirtschaft" und "Medien" - Themen, die bereits die Zeit Karls des Großen, Namengeber der Route Charlemagne, prägten, aber auch für unsere Zeit von Bedeutung sind.

Das Rathaus präsentiert als erste Station "Macht" ab sofort eine
Ausstellung rund um die Herausbildung der bürgerlichen Selbstverwaltung und der europäischen Demokratie. Aspekte der Aachener Geschichte spiegeln die Themen Krieg und Frieden und die Entwicklung der europäischen Integration wider. Dazu gehört auch eine neue digitale Präsentation des bekanntesten Preises für Verdienste um die europäische Integration, des Internationalen Karlspreises der Stadt Aachen.

Unterstützt wird das Erlebnis Route Charlemagne für die Besucherinnen und Besucher mit einem völlig neuartigen mobilen Audio-Video-Guide: Der Aixplorer, in dessen Herz ein iPhone steckt, begleitet den Besucher mit Audio- und Bildinformationen nach Wahl durch die historischen Räume und Säle des Rathauses. Im großen Krönungssaal, heute Ort der alljährlichen Karlspreisverleihung, ermöglicht er dann eine völlig neue Erfahrung: Er versetzt den Besucher mitten in ein akustisches Krönungsmahl und lässt ihn auf diese Weise in die Atmosphäre des 16. Jahrhundert eintauchen. Je nach Position innerhalb des Krönungssaales wird das Hörerlebnis individuell angepasst: So belauscht der Besucher in einer Ecke des Saales das Gespräch zweier Küchenmägde, verfolgt an einer anderen Stelle
das Tischgespräch und hört im Zentrum des Saales die feierliche
Tischrede. Mit dieser akustischen Erschließung des Krönungssaals "haben wir völliges Neuland betreten...das gab's so in dieser Form vorher gar nicht", so Professor Jan Borchers vom Lehrstuhl Medieninformatik der RWTH Aachen. In den nächsten Phasen der Route Charlemagne wird der Aixplorer die Besucher dann auch auf dem Weg entlang und durch alle Stationen der Route in der Aachener Innenstadt begleiten.

Sowohl der Aixplorer als auch der durch Infrarotsensoren und
Steuerungsklötze intuitiv bedienbare Informationstisch zum AachenerFrieden sind Ergebnis interdisziplinärer Zusammenarbeit an der RWTH Aachen. Entwickelt in Zusammenarbeit der Medieninformatiker und des Instituts für Kunstgeschichte unter der Leitung von Professor Alexander Markschies, halten die Besucherinnen und Besucher der Route Charlemagne
damit nicht nur ein Stück Geschichte Aachens in ihren Händen, sondern auch ein Beispiel angewandter Spitzenforschung "made in Aachen". Der Aixplorer ist der erste Audio-Video-Guide, "der eine nahtlose Führung innerhalb und außerhalb von Gebäuden ermöglicht. Erst dadurch werden die Stationen zur Route verknüpft", so Borchers. Eine Vielzahl Aachener Unternehmen, Hochschuleinrichtungen und städtischer Stellen kooperieren
bei der Realisierung nicht nur der multimedialen Erschließung des
Rathauses, sondern auch der weiteren Gestaltung der Route Charlemagne. Der Ansatz der Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit ist in diesem Projekt in die Tat umgesetzt worden.

2010 wird der Aspekt "Wissenschaft" dann auch in die Route Charlemagne voll integriert: Das 2008 eröffnete "Super C", das neue futuristische Servicezentrum der RWTH Aachen, wird den Zielpunkt der "Achse der Wissenschaft" bilden. Weitere Stationen werden das Netz der Route Charlemagne in den nächsten Jahren verdichten:

§ Der Umbau des Großen Hauses, das das Internationale
Zeitungsmuseum (Station "Medien") beherbergt, wird bereits im nächsten Jahr abgeschlossen sein.
§ Ebenfalls 2010 soll auch ein neues Besucherzentrum für Dom und Domschatzkammer eröffnen. Die Kirche St. Paul soll zudem zu einem Ort des interkulturellen Religionsdialogs werden (Station "Religion").
§ 2011 steht die Eröffnung des umgebauten Grashauses als Station "Europa" an. Im vormaligen Rathaus der Stadt wird dann unter anderem in einem "Europäischen Klassenzimmer" das Thema Demokratie gerade den jüngeren Europäerinnen und Europäern erfahrbar gemacht.
§ Komplett wird die Route Charlemagne im Jahre 2013, wenn im
umgebauten Verwaltungsgebäude am Katschhof das Centre Charlemagne Besucherinnen und Besuchern, Bürgerinnen und Bürger der Stadt einen zentralen Startpunkt und Überblick über die Route Charlemagne bietet. Die Infostelle im Haus Löwenstein kann dann zur Station "Wirtschaft" umgewidmet werden - zusammen mit dem schon jetzt in die Route
aufgenommenen Couven-Museum.

Nicht zuletzt um die noch in Planung oder in Arbeit befindlichen
Stationen bereits symbolisch in die Route aufzunehmen, hat das
Festivalprogramm "across the borders" bereits seit 2008 besondere kulturelle Highlights bewusst in der räumlichen und inhaltlichen Nähe der Route Charlemagne platziert. "across the borders" wird noch bis Ende August 2009 den Stationen zusätzliches Leben einhauchen.

Inmitten der erneuerten historischen und symbolischen Stationen der Route Charlemagne wird schließlich aber auch Platz zum Innehalten sein:
In wenigen Monaten eröffnet der komplett neu gestaltete Elisengarten in unmittelbarer Nachbarschaft zum Dom: Hier, wo während des Umbaus bedeutende archäologische Funde zu Tage befördert und damit neue Aufschlüsse über Aachens "Vorgeschichte" gewonnen wurden, besteht
Gelegenheit zum Pause machen mitten in der Route Charlemagne. Zugleich markiert der Elisengarten mit den hier gemachten historischen Funden die Station "Geschichte" der Route Charlemagne. Und später wird der neue Euregiopark an der Jesuitenstraße weiteren Erholungsraum mitten in der
Stadt bieten.

Weitere Informationen:

www.route-charlemagne.eu
www.acrosstheborders.de
www.zeitreise.ac




Newsletter der Stadt Aachen vom Januar 2009

"Sensationelles Grabungsergebnis"
Aachens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden zog Bilanz derAusgrabungsstätte Elisengarten

"Die Aachener Geschichte wird zum Teil neu geschrieben werden müssen." Mit diesen Worten zog Aachens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden heute eine Zwischenbilanz der archäologischen Ausgrabungsstätte im Elisengarten. Auf rund 1.000 Quadratmetern wird seit August letzten Jahres die Erde nach Resten der Vergangenheit durchsucht. In bis zu drei Metern Tiefe sind die Wissenschaftler um Stadtarchäologe Andreas Schaub und Projektleiter Gary White (Goldschmidt Archäologie & Denkmalpflege aus Düren) fündig geworden: Sie haben zum Beispiel Belege dafür gefunden, dass sich um 3000 v.Chr. die Menschen,
die am Lousberg Feuerstein abgebaut haben, im heutigen Zentrum von Aachen niedergelassen hatten. Außerdem konnten erstmals Hinweise dafür gefunden werden, dass Aachen in merowingischer Zeit (400 bis 700 n.Chr.) durchgängig besiedelt worden ist. Auch zu den Römern gibt es neue Erkenntnisse: Sie nutzten Aachen bis um das Jahr 400 offensichtlich nicht nur als Badestätte, sondern haben hier größere Wohnhäuser, die etwa 35 bis 50 Meter lang waren, errichtet. An ihrer Vorderfront befand sich ein Laubengang mit Säulen, deren Reste im Elisengarten entdeckt wurden. Die Grundmauern konnten freigelegt werden. "Das ist ein
sensationelles Grabungsergebnis", erklärte OB Linden heute auf einer Pressekonferenz im Aachener Rathaus. Er kündigte an, die Ergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren. Es werde darüber nachgedacht, ein 60 Quadratmeter großes Areal in der künftig neu zu gestaltenden Parkanlage für eine dauerhafte Präsentation freizuhalten, sagte Linden. Die Verwaltung hole derzeit Gestaltungsvorschläge ein, über die im April die politischen Gremien entscheiden sollen.

Ungewöhnlich für eine historische Stadt wie Aachen ist nicht nur die Lage und Größe der Ausgrabungsstätte, sondern auch, dass sie von Gästen, Bürgerinnen und Bürgern ständig besucht werden kann. Sie ist ein Teil
des Projektes "Route Charlemagne" im Rahmen der EuRegionale 2008 und wird mit Landesmitteln gefördert. Die wöchentlichen Führungen erfreuensich nach wie vor ungebrochener Beliebtheit: Bis zu 200 Menschen nehmen regelmäßig daran teil (donnerstags um 16 Uhr), ein ungeahnt positives Ergebnis.

Stadtarchäologe Andreas Schaub erläuterte die Erkenntnisse, die die Forscher in Aachen gewonnen haben: "Wie in vielen anderen Städten wissen wir wenig über die Zeit zwischen 400 und 700 n.Chr., weil man damals nicht mit Stein, sondern vorwiegend mit Holz gebaut hat." Durch die Größe der Ausgrabungsstätte seien zahlreiche Spuren von tragenden Holzpfosten gefunden worden, die bei kleineren archäologischen Maßnahmen nicht zum Vorschein gekommen wären. Man wisse jetzt auch mehr über die Lebensweise der Menschen im Mittelalter. "Die Leute, die am Elisengarten
gewohnt haben, müssen einigermaßen betucht gewesen sein, weil wir kostbare Gläser gefunden haben", so Schaub. Auch die Kelten haben offenbar in Aachen gewohnt: "Bisher wurde darüber mehr geschrieben als gewusst," erklärte Schaub, doch mit dem Fund von Siedlungskeramiken und eines Schmuckstückes aus Glas werde diese These weiter untermauert.
Der Stadtarchäologe schätzt, dass die Ausdehnung der römischen Siedlung mindestens 16 bis 20 Hektar betragen habe, möglicherweise sogar 50. "Das
ist schon eine veritable Kleinstadt", so Schaub. Mit Spannung werden jetzt die Ergebnisse der Auswertungen erwartet, die unter anderem klärensollen, wie alt die fünf Skelette genau sind, die bei den Ausgrabungen entdeckt wurden. Bisher datierte man sie auf das späte Mittelalter. Rund 50.000 Objekte sind bisher im Elisengarten gefunden worden - "ein voller Erfolg", wie Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden erklärte. Die Ausgrabungen werden noch bis Ende Februar dauern. Anschließend beginnen die Bauarbeiten zur Neugestaltung der Parkanlage.

 

 

Weitere Informationen unter
www.aachen.de/elisengarten

 

Europäischer Jugendkarlspreis für 2009 ausgeschrieben

Unmittelbar vor der Verleihung des renommierten Internationalen Karlspreises zu Aachen wird auch im kommenden Jahr der Europäische Jugendkarlspreis vergeben werden. Hierzu haben das Europäische Parlament und die Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen einen Wettbewerb ausgeschrieben, der Jugendliche in der EU zur aktiven Mitgestaltung Europas anregen soll.

Der laufende Wettbewerb richtet sich an junge Menschen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die aufgerufen werden, als Einzelpersonen oder vorzugsweise als Personengruppen Projekte vorzustellen, die
- zur europäischen und internationalen Verständigung beitragen,
- die Entwicklung eines gemeinsamen Gefühls europäischer Identität und Integration fördern,
- als Vorbild für Jugendliche in Europa dienen und praktische Beispiele dafür liefern, wie die Europäer als eine Gemeinschaft zusammenleben.
Hierbei kann es sich zum Beispiel um die Organisation verschiedener Jugendveranstaltungen, etwa in den Bereichen Sport, Kunst und Kultur, oder um Jugendaustausch- oder Internetprojekte mit europäischer Dimension handeln.

Die Bewerbungen können ab sofort an die Informationsbüros des Europäischen Parlaments in den Mitgliedsländern gerichtet werden. Die entsprechenden Formulare und weitere Informationen sind im Internet unter http://cyp.adagio4.eu und unter www.karlspreis.de verfügbar. Bewerbungsschluss ist der 16. Januar 2009.

Bis März 2009 wird in den einzelnen Mitgliedstaaten jeweils ein nationaler Sieger ermittelt. Anfang April schließlich wird eine Jury aus Vertretern des Europäischen Parlaments und der Karlspreisstiftung zusammentreten, um aus den jeweiligen Landessiegern den europaweit besten Beitrag sowie einen Zweit- und einen Drittplatzierten zu wählen, die mit Geldpreisen in Höhe von 5.000,- Euro, 3.000,- Euro und 2.000,- Euro prämiiert werden. Zur Preisverleihung am 19. Mai 2009 in Aachen, die vom Präsidenten des Europäischen Parlaments, Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering, und den Verantwortlichen der Karlspreisstiftung vorgenommen werden wird, werden alle nationalen Sieger eingeladen. Zudem erwartet die Gewinner ein Besuch im Europäischen Parlament.

Der Europäische Karlspreis für die Jugend geht auf eine gemeinsame Initiative von Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering und dem heutigen Ehrenvorsitzenden der Karlspreisstiftung, Dr. André Leysen, zurück. Er wurde im April 2008 erstmals vergeben. An dem vorangegangenen Wettbewerb hatten sich Hunderte Jugendliche und Jugendgruppen aus allen 27 Mitgliedsländern der EU beteiligt.

Anlage: Teilnahmeregeln
Wettbewerb Europäischer Karlspreis für die Jugend

Teilnahmeregeln

Artikel 1: Thema des Wettbewerbs
Das Europäische Parlament und die Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen laden junge Menschen aus allen Mitgliedstaaten der EU ein, an einem Wettbewerb zu den Themen Entwicklung der EU, europäische Integration und europäische Identität teilzunehmen.
Der "Europäische Jugendkarlspreis" wird für Projekte verliehen, die
· zur Verständigung in Europa und in der Welt beitragen,
· die Entwicklung eines gemeinsamen Gefühls einer europäischen Identität und der europäischen Integration fördern,
· den in Europa lebenden jungen Menschen als Vorbild dienen und ihnen praktische Beispiele für das Zusammenleben der Europäer als eine Gemeinschaft liefern.
Bei den Projekten kann es sich um die Organisation verschiedener Jugendveranstaltungen oder um Jugendaustausch- bzw. Internetprojekte mit europäischer Dimension handeln.

Artikel 2: Antragsfrist
Anträge müssen bis zum 16. Januar 2009 eingehen. Antragsformulare sind über die Internetseiten der nationalen Informationsbüros des Europäischen Parlaments abrufbar.
Für weitere Informationen über den Wettbewerb wenden Sie sich bitte an die nationalen Informationsbüros.

Artikel 3: Teilnahmeanforderungen
Die Teilnehmer sollten zwischen 16 und 30 Jahre alt sein.
Die Teilnehmer müssen Staatsbürger eines der 27 Mitgliedsländer der Europäischen Union sein bzw. in diesen Ländern ihren Wohnsitz haben.
Teilnahmeanträge können entweder individuell oder in Gruppen gestellt werden.
Zulässig sind Anträge in allen Amtssprachen der Europäischen Union.
Die für den Wettbewerb eingereichten Projekte müssen bereits begonnen haben und:
a) innerhalb des Kalenderjahres (12 Monate) vor Ablauf der geltenden Antragsfrist abgeschlossen worden sein oder
b) immer noch laufen.
Alle Anträge müssen folgende Informationen beinhalten:
· Name und Vorname des Antragstellers oder (gegebenenfalls) Bezeichnung der Organisation
· Staatsangehörigkeit
· Geburtsdatum
· derzeitige Anschrift
· E-Mail Adresse
· Telefonnummer
· (gegebenenfalls) Internetseite
· vollständige Beschreibung des Projekts
· Zusammenfassung (1-3 Seiten) in Englisch, Französisch oder Deutsch
· Erklärung über EU-Finanzierung
Die Teilnehmer müssen eine Kopie der Unterlagen aufbewahren, da sie von den Auswahljurys möglicherweise nicht zurückgesandt werden.

Artikel 4: Teilnahmeausschluss
Folgende Projekte sind nicht zulässig:
· Projekte, die von Personen eingereicht werden, die in den Europäischen Organen und in der Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen arbeiten;
· Dissertationen und wissenschaftliche Veröffentlichungen;
· Projekte, die zu mehr als 50 % aus EU-Mitteln finanziert werden, es sei denn, diese Finanzmittel dienen lediglich als Anschubfinanzierung eines Projekts oder decken nur laufende Ausgaben eines Programms wie die Kosten für die Teilnehmer, während die Vorbereitung, Durchführung und Evaluierung eines Projekts auf ehrenamtlicher Basis erfolgt;
· Projekte, die bereits einen Preis erhalten haben, der von einem Europäischen Organ verliehen wird. Dazu gehören die endgültigen drei Gewinner der letzten Ausgaben des Wettbewerbs Europäischer Jugendkarlspreis;
· Projekte, die mit unvollständigen Anträgen oder in verschiedenen Teilen übersandten Anträgen eingereicht wurden.

Artikel 5: Beurteilungskriterien
Die Projekte werden nach folgenden Grundsätzen beurteilt:
· Sie müssen die Ziele des Wettbewerbs erfüllen: Förderung der Verständigung in Europa und in der Welt; Förderung der Entwicklung eines gemeinsamen Gefühls einer europäischen Identität und Lieferung praktischer Beispiele des Zusammenlebens der Europäer als eine Gemeinschaft.
· Priorität wird Projekten eingeräumt, die von jungen Menschen aus verschiedenen Mitgliedstaaten gemeinsam gestaltet wurden.
· Auf ehrenamtlicher Basis durchgeführte Projekte werden besonders berücksichtigt.

Artikel 6: Auswahlverfahren
Der Gewinner des Europäischen Jugendkarlspreises wird in einem zweistufigen Verfahren ausgewählt.
Erste Stufe: Nationale Auswahljurys, denen mindestens zwei Mitglieder des Europäischen Parlaments (MdEP) und ein Vertreter von Jugendorganisationen angehören, wählen bis zum 2. März 2009 einen nationalen Sieger aus jedem der 27 Mitgliedstaaten aus.
Zweite Stufe: Die europäische Auswahljury, der drei MdEP und der Präsident des Europäischen Parlaments sowie vier Vertreter der Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen angehören, wählt bis zum 2. April 2009 aus den von den nationalen Auswahljurys eingereichten 27 Projekten den Preisträger aus.
Die Entscheidung der europäischen Auswahljury ist endgültig. Die Jury behält sich das Recht vor, alle Projekte abzulehnen, die die Anforderungen des Wettbewerbs nicht erfüllen.

Artikel 7: Preis
Der Preis für das beste Projekt beträgt 5.000 Euro, der zweite Preis ist mit 3.000 Euro und der dritte Preis mit 2.000 Euro dotiert.
Vertreter der 27 ausgewählten nationalen Projekte werden zur Preisverleihung am 19. Mai 2009 nach Aachen eingeladen.
Die Preise für die besten drei Projekte werden vom Präsidenten des Europäischen Parlaments und einem Vertreter der Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen vergeben.
Im Rahmen des Preises werden die Preisträger zu einem Besuch ins Europäische Parlament (nach Brüssel oder Straßburg) eingeladen.

Artikel 8: Urheberrecht
Das Europäische Parlament und die Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen behalten sich vor, die eingereichten Unterlagen zu Ausstellungs- und Medienzwecken zu verwenden und sie für Werbezwecke zu reproduzieren.

Artikel 9: Haftung
Die Organisatoren haften weder für die Annullierung, einen Aufschub oder eine Änderung des Wettbewerbs infolge unvorhergesehener Umstände noch für Diebstahl, Verlust, Verzögerungen oder Beschädigungen irgendwelcher Art während des Versands der eingereichten Unterlagen.

Artikel 10: Anerkennung der Regelung
Die Teilnahme an dem Wettbewerb impliziert die vollständige Anerkennung dieser Regelung.

 

 

 

Karlsmedaille in Aachen an "Reporter ohne Grenzen" verliehen
Kuratorium: "Unverzichtbarer Beitrag zur Sicherung der
Pressefreiheit."

Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" ist heute mit der
diesjährigen Karlsmedaille für die Europäischen Medien ausgezeichnetworden. Im Krönungssaal des Aachener Rathauses nahm am Nachmittag Generalsekretär Jean Francois Juillard die Auszeichnung in Empfang, mit dem Institutionen oder Persönlichkeiten gewürdigt werden, die sich auf dem Gebiet der Medien in besonderer Weise um den Prozess der
europäischen Einigung und um die Herausbildung einer europäischen Identität verdient gemacht haben. Sie wird seit dem Jahr 2000 im Vorfeld des Internationalen Karlspreises der Stadt Aachen verliehen.

Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" habe durch ihre engagierte und mutige Arbeit einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherung der Pressefreiheit geleistet, erklärte Frauke Gerlach, Vorsitzende des Kuratoriums der "Médaille Charlemagne pour les Médias Européens", in ihrer Laudatio im Aachener Rathaus. "Wir zollen unseren Respekt den Journalistinnen und Journalisten, die sich unerschrocken für die Pressefreiheit einsetzen und gedenken derer, die für diesen Einsatz ihr Leben ließen."

Professor Bascha Mika, Chefredakteurin der "Tageszeitung" (taz),
würdigte die Erfolge der im Jahre 1985 von Robert Ménard in
Montpellier (Frankreich) gegründeten Organisation. Beispielsweise sei es den "Reporters sans frontières" gelungen, dass der Journalist Win Tins aus Birma nach 19 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wurde. Inhaftierten Kollegen aus China, Kuba, Thailand, Niger und Aserbaidschan seien durch die Veröffentlichung ihrer Schicksale vorzeitig freigelassen worden, Journalisten aus Pakistan, Simbabwe und Inguschetsien sei geholfen worden, Asyl zu finden. "Pressefreiheit ist ein unverzichtbares Lebensmittel für eine demokratische Gesellschaft, der Leitstern für eine kritische Öffentlichkeit, der Garant für politische und kulturelle Teilhabe", so Mika in ihrer Laudatio. "Es gibt keine Freiheit ohne
Pressefreiheit!"

Jean Francois Juillard, Generalsekretär von "Reporter ohne Grenzen", zeigte sich sehr erfreut über die Auszeichnung. "Der Preis verschafft uns eine größere Öffentlichkeit. Dadurch können wir künftig noch mehr Druck auf autoritäre Regierungen ausüben und effektiver arbeiten", so Juillard. Allerdings gebe es auch in den westlichen Demokratien noch Probleme mit der Pressefreiheit. Der Informandenschutz müsse gewährleistet bleiben, auch in Deutschland riskiere ein Journalist,
seine Quellen offen legen zu müssen.

Der Preisträger sei ein "Sinnbild für praktizierte europäische Werte, die sich im urdemokratischen Grundrecht der Pressefreiheit
manifestieren", erklärte Aachens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden in seiner Laudatio. Die Pressefreiheit sei "das Brot für die
Demokratie", so Linden. "Guter Journalismus und kritische
Öffentlichkeit sind eine demokratische Kulturleistung." Der
Oberbürgermeister erinnerte an die Anfänge des freien Journalismus nach dem Ende der Naziherrschaft, als mit den "Aachener Nachrichten" die erste nicht-nazistische Zeitung in Deutschland erschien. Zugleich warnte Linden vor den heutigen Gefährdungen des kritischen Journalismus durch eine Vermischung von Information und Unterhaltung oder durch die Abhängigkeit von großen Medienmogulen.

Auf einer Pressekonferenz am Nachmittag im Rathaus stellte Linden die Verbindung her zwischen der Verleihung des Internationalen Karlspreises an Prof. Andrea Riccardi von der katholischen Glaubensgemeinschaft Sant'Egidio am kommenden Donnerstag und der heute stattfindenden Auszeichnung der "Reporter ohne Grenzen" mit der Karlsmedaille. "Beide Organisationen möchten Europa ,von unten' aufbauen." Dies sei ein zufälliges Zusammentreffen, "es ist nicht abgesprochen, aber es
passt", so Linden.

Die Karlsmedaille wird gestiftet vom Verein "Médaille Charlemagne pour les Médias Européens", dem die Stadt Aachen, die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, die Landesanstalt für Medien NRW (LfM), die Filmstiftung NRW, Arte- der Europäische Kulturkanal, BBC World Limited, Deutsche Welle, Euronews, Eurosport S.A. sowie TV 5 Monde angehören. Der Verein wurde 2006 auf Initiative der Landesanstalt für Medien NRW und der Stadt Aachen ins Leben gerufen.

Bisherige Preisträger waren unter anderem die Regisseure Fatih Akin (D) und Abdellatif Kechiche (F), der britische Publizist Lord George Weidenfeld, der niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom, der Produzent Jan Mojto, der ehemalige Intendant des Westdeutschen
Rundfunks, Fritz Pleitgen, die Stiftung Berliner Philharmoniker und die polnische Schauspielerin Krystyna Janda.

Die Medaille wurde von der in Köln lebenden Künstlerin Angela Katzy gestaltet. Sie hat einen Durchmesser von etwa zehn Zentimetern und ist in 925er Silber gearbeitet. Der Lapislazuli ist in 750er Gelbgoldgefasst, auch die innere Strebe ist gelbgold gestaltet. Sie steht fürden Strich, den Karl der Große einer Unterschrift gleich seinem Siegel selbst beifügte, da er nicht schreiben konnte.

 

 

 

 

 


 

Aachener Dom UNESCO-Welterbestätte seit 1978

Kaiser Karl realisiert um 786 mit dem Bau der repräsentativen Pfalz seinen Traum eines "neuen Rom" in Aachen. Mittelpunkt ist die Kirche, die als achteckiger Zentralbau nach dem Vorbild Byzantinischer Palastkirchen errichtet ist. Die innere Höhe von über 31 Metern ist seit der Römerzeit im Norden einmalig und bleibt bis zur Hochromantik unübertroffen.
Die Pfalzkirche wird die Begräbnisstätte Karls des Großen, 936 wird sie für die nächsten sechshundert Jahre Krönungsort der deutschen Könige.
Im Jahre 1002 wird Kaiser Otto III in der Kirche Karls des Großen beigesetzt. Seit der gotischen Zeit ziehen große Pilgerscharen alle sieben Jahre während der Heiligtumsfahrt nach Aachen, um die vier großen Heiligtümer zu verehren.
Von 1355 bis 1414 wird die gotische Chorhalle dem Karlsbau hinzugefügt. Dieses Glashaus von Aachen ist die leuchtende Hülle für den Karlsschrein, in dem die Gebeine des inzwischen heiliggesprochenen Herrschers seit 1215 ruhen.
Während des 15. Jahrhunderts entstehen die meisten Kapellen, die den Zentralbau umgeben. Das späte 19. Jahrhundert fügt dem Bauensemble mit dem Westturm einen weiteren Akzent hinzu. Durch Napoleon wird Aachen erstmals Bischofssitz, endgültig aber seit 1930.
Die jahrhundertelange Wertschätzung und Verehrung der Aachener Marienkirche als Begräbnisstätte Karls des Großen, als Krönungsort der deutschen Könige, als Ziel der Heiligtumsfahrten zeigt sich in einer Fülle von Ausstattungsstücken. Schließlich ist der Domschatz insgesamt ein einzigartiges Zeugnis der ehrwürdigen Geschichte der Pfalzkirche aus der Zeit Karls des Großen; dieser Kirchenschatz findet außerhalb Italiens nicht seinesgleichen.
Gründe genug, den Aachener Dom als erstes deutsches Baudenkmal in die Liste der UNESCO-Welterbestätten aufzunehmen.

Weitere Informationen:
aachen tourist service - Verkehrsverein Bad Aachen e.V.
Postfach 10 22 51,
52022 Aachen
Tel. 02 41 - 1 94 33
Fax 02 41 - 1 80 29 30,
info@aachen-tourist.de
www.aachen-tourist.de

 

English version

Aachen Cathedral  
UNESCO-World Heritage since 1978

 
When Emperor Charlemagne began work on his palatine chapel in the town now known as Aachen in 786, his dream was to create a "new Rome". It turned out to be the foundation stone for one of the most important buildings in Europe.

The cathedral's present form has evolved over the course of more than a millennium. The heart of Aachen cathedral is Charlemagne's former palatinate chapel. The single-nave chancel was consecrated on the 600th anniversary of the death of Charlemagne, since when the "Glass House" of Aachen has impressed generations of visitors with its bold architecture.

For 600 years, from 936 to 1531, Aachen cathedral was the coronation church for 30 German kings, and even today the cathedral retains much of the glamour of its historic past.

The inclusion of this building as the first German "architectural and art history ensemble" in the UNESCO list of world heritage sites underlines the exceptional importance of this magnificent building.

 

Museum Burg Frankenberg
Bismarckstraße 68
52066 Aachen
Tel 0241 / 432-4410
Fax 0241 / 37075
info@suermondt-ludwig-museum.de
www.burgfrankenberg.de

Die Burg Frankenberg stammt in ihren Anfängen aus dem 13. Jahrhundert und wurde im 19. Jahrhundert wieder aufgebaut. Einige Zeit diente sie als Wohnsitz und Arbeitsstätte des berühmten Flugzeugkonstrukteurs Hugo Junkers.

Heute dokumentiert die Burg Frankenberg Aachens Stadtgeschichte vom steinzeitlichen Feuersteinbergwerk auf dem Lousberg über die römischen Thermenanlagen bis in die Zeit der Industrialisierung. Modelle der Pfalzanlage Karls des Großen und der in Aachen entstandene Musterklosterplan von St. Gallen bringen dem Betrachter die Karolingerzeit nahe. Die Ölstudien Alfred Rethels zu den Karls-Fresken des Rathauses, ein Münzkabinett und vielfältige Produkte aus dem Bereich des Kunsthandwerks, von der Printenform über Steinzeug bis zu Waffen, sind hier zu besichtigen. Kuriosität: eine Ägyptische Mumie mit Sarkophag aus der Zeit um 1500 v. Chr.
So 11.00-14.00 Uhr
Mo-Sa geschlossen
Eintritt:
Erwachsene 1,- Euro
Studenten/Schüler 0,50 Euro
Gruppen ab 7 Personen 0,50 Euro
Gruppen-/Schulservice:
Di - Do 9.00 - 12.00 Uhr, nach Anmeldung
fon: 0241 / 47980-0 + 47980-20 (vormittags)
mail: museumspaedagogik@mail.aachen.de
Bus: Linien 33, 34, 57
Parken: vor dem Museum

 

 

 

 

 

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