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Gerhard Marcks Haus
Am Wall 208
28195 Bremen
Tel. 0421 - 32 72 00
Fax 0421 - 3 37 86 75
Di - So. 10 - 18 Uhr
E-mail info@marcks.de
http://www.marcks.de
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition
02.03. - 01.06. 2008
Nichts als Arbeit!
Der tätige Mensch in der Bildhauerkunst des 20. Jahrhunderts
Werke von Gerhard Marcks, Gerhart Schreiter und Waldemar Grzimek
aus der Sammlung des Gerhard-Marcks-Hauses
Neben das plastische Werk des Namenspatrons Gerhard Marcks (1889 1981) sind in der Sammlung des Gerhard-Marcks- Hauses seit einigen Jahren auch größere Konvolute der eine Generation jüngeren Bildhauer Gerhart Schreiter (1909 1974) und Waldemar Grzimek (1918 1984) getreten. Alle drei sind mit der Tradition der figürlichen Bildhauerkunst Berlins verbunden und hatten ihren größten Erfolg in der Nachkriegszeit der fünfziger und sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts.
Marcks, Schreiter und Grzimek bemühten sich um die Rehabilitierung der bis dahin wenig geschätzten »Genre«-Plastik. Dieses Zubrot des Bildhauers pflegte Grzimek aus kunstpolitischen Gründen, Schreiter aus persönlicher Neigung, und Marcks hatte bereits in den dreißiger Jahren (in denen ihm stets Arbeitsverbot drohte) begonnen, den kleinen »Geschichten« Aufmerksamkeit zu schenken.
Als Genre bezeichnet man denjenigen Darstellungsbereich der bildenden Künste, der im weitesten Sinne das alltägliche Leben zum Gegenstand hat. Das Genre ist seit dem späten Mittelalter durch alle Jahrhunderte hindurch zu finden. Der Aufbruch der modernen Kunst am Beginn des 20. Jahrhunderts hat es als verklärende, verharmlosende Schilderung von Realität und ganz unkünstlerische Aufgabe abgetan, so dass es mehr und mehr aus der Kunst verschwunden ist.
Nichtsdestotrotz haben sich Bildhauer diese Gattung als Spielwiese erhalten und durchaus künstlerische Leistungen dabei erbracht. Einerseits ist das Genre heute bereits historisch interessant, zeigt es doch Verrichtungen, die kaum mehr anzutreffen oder gar nicht mehr geläufig sind. Andererseits ist es stets liebevolle Aneignung etwas schräger Charaktere und typischer Wesenszüge des Alltags und der Beweis dafür, dass Bildhauer gute und nachsichtige Beobachter ihrer Umgebung sind.
Die Ausstellung präsentiert überwiegend niemals gezeigte Werke aus der Sammlung des Gerhard-Marcks-Hauses rund um den tätigen Menschen witzig, traurig, heiter, düster, anzüglich, kokett, arbeitsreich und künstlerisch!
Aus der Sammlung Gerhard Marcks
09.03. - 0 4.05. 2008
Das Lächeln
Ein Gipsporträt von Maria Marcks, das dem Gerhard-Marcks-Haus 2001 gestiftet wurde, erwies sich nach ausführlicher Forschung als das verloren geglaubte Werk »Das Lächeln« von 1931. Um diese Plastik, die zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, werden unbekannte Porträtzeichnungen nach Maria Marcks präsentiert.
15.06. - 07.09. 2008.
Raum und Transparenz
Glas in der Bildhauerei
Die Ausstellung zeigt Werke der Österreicherin Renate Korinek (geb. 1944) und von Thomas Poggenhans (geb. 1955). Beiden ist es gelungen, dem oft mit dem Kunstgewerbe assoziierten Werkstoff Glas eine rein bildhauerische Aussage abzuringen. Der Reiz einer Gegenüberstellung liegt dabei in den konträren Positionen beider Künstler. Thomas Poggenhans baut aus Glasscheiben und Seilverspannungen streng konstruktivistische Raumzeichen, die bei aller Ausgewogenheit physische Spannung vermitteln. Renate Korinek dagegen bedient sich der traditionellen Technik des Glasblasens, mit der sie bemerkenswerte Volumen schafft, die die Grundlage ihrer Figuren bilden. Diese bewegen sich im Spannungsfeld zwischen oft überlebensgroßen, sehr reduzierten Formulierungen bis hin zu den verspielteren »Glasrobotern« der jüngsten Zeit.
11. 05. - 29.06. 2008
Wie ein schöner Traum war's
Gerhard Marcks reiste 1933 bis 1934 in die Niederlande um dort seine aus Deutschland geflohenen Freunde Trude Jalowetz, Marguerite Friedländer-Wildenhain und Franz Wildenhain zu besuchen. Er verbrachte dort ein kurze, sehr intensive Zeit, in der eine große Anzahl von Zeichnungen entstand. Das Gerhard-Marcks-Haus zeigt eine Auswahl!
14.09. - 30.11, 2008
Against Nature
Die hybriden Formen der modernen Skulptur
Mischwesen zwischen Mensch, Pflanze, Tier und Maschine in der europäischen Bildhauerkunst des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Henry Moore Institute in Leeds und dem Museum Beelden aan Zee in Scheveningen.
07.12. 2008 - 22.02. 2009
Rainer Fetting - das bildhauerische Werk
Rainer Fetting (1949) wurde bekannt als einer der Vertreter der sogenannten neuen Wilden. Neben seinen Gemälden ist ein weitgehend unbekanntes bildhauerisches Werk entstanden, ein wichtiger Beitrag zur zeitgenössischen figürlichen Plastik.
Aus dem Text der Homepage: "(...) dass unser Haus weit mehr als eine umfassende
Werkschau zu Gerhard Marcks bietet.german galleries: index Köln