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Kunstverein HannoverSophienstraße 2
30159 Hannover
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vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition
16.04. - 29.05.2005
Georg Herold
Georg Herold, 1947 in Jena geboren, gehört seit den 8oer Jahren zu den prägenden, markanten Künstlerfiguren innerhalb der internationalen Gegenwartskunst. Entsprechend ist seine Arbeit in nahezu allen richtungsweisenden Gruppenausstellungen der letzten Jahrzehnte, u.a. der documenta IX oder den Skulptur Projekten Münster 1997 zu sehen gewesen. Ausgehend von der Beschäftigung mit der "Art und Weise, wie Ideen Material werden" (Herold 1986) entwickelt der Künstler in den 70er und 8oer Jahren ein Werk, das wie eine Dada-inspirierte Enzyklopädie des Provisorischen anmutet. Aus Materialien wie Dachlatten, Ziegelsteinen, Schnüren, Neonröhren, Draht und Pappe entstehen Konstellationen, in denen sich Absurdität, Ironie und eine präzise Vermessung unserer Wirklichkeit die Waage halten. Im bewusst beiläufigen Charakter der Arbeiten, die neben Malerei, Skulptur, Installation und Objekten auch Texte und Videoarbeiten umfassen, spiegelt sich dabei eine künstlerische Grundüberzeugung, die Prozessualität und genau kalkulierte Unfertigkeit als Strategien gegen den Mythos der Perfektion und des Meisterwerks setzt. Diese Werkphase, die auch als eine persönliche Antwort auf die italienische Arte Povera zu begreifen ist, erweitert sich seit den frühen 90er Jahren durch die Einbeziehung von teuren Materialien wie Kaviar. Die Ausstellung im Kunstverein Hannover, die in enger Kooperation mit der Kunsthalle Baden-Baden entwickelt wird, versucht erstmals einen Gesamtüberblick über dieses Werk, von den frühen 8oer Jahren bis hin zu den jüngsten Videoarbeiten, zu geben. Ziel der Werkschau ist es deutlich zu machen, wie die Begrifflichkeiten dieses uvres allen voran Absurdität und Paradoxie in der künstlerischen Logik Georg Herolds jeglichen thesenhaften Behauptungscharakter verlieren und bildhaft-skulpturale Handhabbarkeit gewinnen.
Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Werkmonografie.