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Pinakothek der Moderne

Barerstrasse 40
80333 München
Tel. 089 - 23805-360, - 0; Fax - 312
Di - Do 10 - 17 Uhr, Do und Fr zusätzlich bis 20 Uhr
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www.pinakothek-der-moderne.de
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

10.04. - 29.06. 2008

Künstler zeichnen - Sammler stiften.

250 Jahre Staatliche Graphische Sammlung München

 

Mit der wohl umfassendsten Ausstellung ihrer Geschichte feiert die Staatliche Graphische Sammlung München ihr zweihundertfünfzigjähriges Bestehen. Damit gibt sie einen einmaligen, konzentrierten Einblick in ihre reichen und hochkarätigen Bestände:

Die prachtvollen mittelalterlichen Miniaturen und Meisterzeichnungen der Renaissance und des Barock gehören ebenso dazu wie die hervorragenden Holzschnitte, Kupferstiche und Radierungen aus Deutschland und Italien, den Niederlanden, Frankreich und England.

Zusammen mit den facettenreichen Papierarbeiten des 19. Jahrhunderts und den hochkarätigen Kollektionen von Werken des 20. Jahrhunderts und der Gegenwartskunst präsentiert diese Jubiläumsausstellung das Erlesenste und Schönste was die Münchener Sammlung zu bieten hat.

Gleichzeitig macht die Staatliche Graphische Sammlung in der Pinakothek der Moderne ihr Entstehen und ihr Wachsen über die vergangenen 250 Jahre mit dieser Ausstellung in einzigartiger Form erfahrbar.

 

Am Beginn dieses »Sammlungsporträts« stehen Werke aus dem ehemaligen Besitz des Humanisten Hartmann Schedel. Berühmtestes Zeugnis seines universalen Interesses ist die nach ihm benannte »Weltchronik«, die ohne das neue Medium Graphik undenkbar gewesen wäre. Schedels Unikate und Rarissima auf diesem Gebiet leiten über zum wahren Kern der Sammlung, der stolzen Zeichnungs-Kollektion von Kurfürst Carl Theodor.

Umfangreiche Bestände an Architekturzeichnungen der berühmten Szenographendynastie Galli Bibiena bildeten im 18. Jahrhundert die Ausgangsbasis für eine der Welt bedeutendsten graphischen Sammlungen. Als »Gründungsakt« gilt die Berufung des Hofmalers Lambert Krahe zum Konservatoren der Staatlichen Graphischen Sammlung, die sich damals noch nicht in München sondern im Mannheimer Schloss befand.

Kostbare graphische Werke von Dürer und Holbein, Rembrandt und Rubens, Leonardo, Michelangelo, Raffael und Tizian aus dem ehemals kurfürstlichem Besitz bilden ein spannungsvolles Gegenüber zur exquisiten Sammlung zeitgenössischer Zeichenkunst und Graphik, die Herzog Franz von Bayern in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut hat.

Als Förderer zeitgenössischer Kunst mit Werken von Hans Hartung, Wols und Joan Miró, Blinky Palermo und Jörg Immendorf, Georg Baselitz und Gerhard Richter steht Herzog Franz in der Tradition des Mäzenatentums von König Ludwig I. und König Ludwig II. von Bayern, denen die Sammlung ebenfalls herausragende Kunstwerke der damaligen Gegenwartskunst verdankt.

 

Viele weitere Mäzene traten im Verlauf der Sammlungsgeschichte hervor, wie etwa der Kaufmann Hugo Reisinger, der den Erwerb des einzigartigen Münchner Marées-Bestandes ermöglichte. Ebenso der Unternehmer Max Kade mit seiner exquisiten Druckgraphik, die Künstlerehepaare Sofie und Emanuel Fohn und Theodor und Woty Werner sowie das Kaufmannsehepaar Martha und Markus Kruss oder der Rechtsanwalt Bernd Mittelsten Scheid.

All diese Donationen und charaktervollen Einheiten konnten miteinander verbunden, ergänzt und im Sinne einer lebendigen Sammlung ausgebaut werden.

Dies ist vor allem dem Freistaat Bayern und im besonderen Maße den Förderkreisen zu verdanken: der Vereinigung der Freunde der staatlichen Graphischen Sammlung München e.V. und PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne, die durch großzügige Zuwendungen immer wieder helfen, Erwerbungen zu verwirklichen.

 

In bisher noch nie erlebbarer Fülle sind diese Früchte vielseitigen Einsatzes in der Pinakothek der Moderne zu bewundern. Den Förderern des Hauses, vom kunstsinnigen Landesherrn, über engagierte Vereine und Institutionen bis hin zu den Mäzenen der Gegenwart will die Schau Reverenz erweisen für ihren Einsatz in der Vergangenheit wie auch in der Gegenwart. Gleichzeitig wirbt diese Jubiläumsausstellung auch für ein zukünftiges engagiertes und entschlossenes Eintreten für die graphischen Künste.

 

Kurator: Michael Semff

Pressekonferenz: 09.04.08, 11.00

Ausstellungseröffnung: 09.04.08, 18.30

 

 

ab 22.05. 2008

Von Balkenhol bis Wachter - Skulpturen aus der Sammlung der Pinakothek der Moderne

 

Nach der ersten Ausstellung mit Werken amerikanischer Kunst aus der Pinakothek der Moderne setzt die zweite Präsentation ihren Schwerpunkt auf das Medium der Skulptur seit 1950. In den Blick genommen wird die plastische Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper, in figurativer wie in abstrahierter Form.

 

Die Sammlungspräsentation erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, möchte jedoch in Einzelbeispielen die Vitalität einer als akademisch, bisweilen sogar als altmodisch angesehenen Kunstgattung belegen. Denn Künstler fänden es mehr als verwunderlich, »wenn ein Kopf heute nichts mehr hergeben sollte« (Stephan Balkenhol).

 

Das Spektrum der Ausstellung umfasst mehrere Generationen von Bildhauern. Das älteste Werk stammt von Marino Marini (»Reiter«, 1947), das jüngste von Thomas Helbig (»Maschine«, 2007). Zu beobachten sind Bestrebungen, den Körper in einer Metamorphose zu zeigen (Germaine Richier, »La Fourmie«, 1953), ihn in einen Bezug zu antiken Vorbildern zu setzen (Herbert Peters, »Hekate«, 1967), ihn als Objekt zu interpretieren (Walter Pichler, »Lastwagenfahrer«, 1973) oder auf einfachste geometrische Grundformen herunterzudividieren (Rudolf Wachter, »Balken geknickt«, 1985). Eines der zentralen Werke der Ausstellung, Balkenhols »Großer Kopf« (1992), weist Werkzeugspuren, Risse und Splitterungen im Holz auf, betont damit das Expressive und Spontane des Herstellungsprozesses, gleichzeitig aber auch das Alltägliche und den ungeschönten Naturalismus des Motivs.

 

Gezeigt werden Werke u. a. von Stephan Balkenhol, Max Ernst, Lothar Fischer, Thomas Helbig, Anton Hiller, Fritz Koenig, Markus Lüpertz, Marino Marini, Henry Moore, Giulio Paolini, Walter Pichler,

Silvia Schreiber, Toni Stadler, Jochen Sendler, Hans Uhlmann, Rudolf Wachter.

Pressevorbesichtigung: 21.05.2008, 18.00

Eröffnung: 21.05.2008, 19.0

 

 

 

 

29.05. - 20.07.2008

Olafur Eliasson

Your mobile expectations: BMW H2R project


In seiner einzigen Museumsausstellung 2008 in Deutschland stellt der isländisch-dänische Künstler Olafur Eliasson (*1967) sein während der vergangenen drei Jahre entwickeltes Projekt unter dem Titel »Your mobile expectations: BMW H2R project« in der Pinakothek der Moderne vor.

Das 16. BMW Art Car, bei dem Eliasson die Außenhülle durch eine fragile Haut aus Eis ersetzt, hat in seiner finalen Version in München Premiere. Grundlage der künstlerischen Arbeit von Eliasson ist der BMW H2R, ein wasserstoffbetriebener Rennwagen, der zur Erzielung von Geschwindigkeitsrekorden bei gleichzeitigem Streben nach einer zukunftsweisenden Umweltverträglichkeit von BMW entwickelt wurde.

Olafur Eliasson, dessen Arbeiten aktuell in einer umfassenden Übersichtsausstellung im New Yorker MoMA und P.S.1 präsentiert werden, beschreibt die Auseinandersetzung mit dem wasserstoffbetriebenen Rennwagen im Zusammenhang mit seinen künstlerischen Ideen:
»Durch das Zusammenführen von Kunst, Design, sozialen und umweltspezifischen Aspekten hoffe ich, einen Beitrag dazu zu leisten, unser Denken, unser Fühlen und unsere Erfahrungen, die mit dem Auto verbunden sind, zu verändern und das Auto in Bezug zur Zeit und zum Raum, in der bzw. dem wir leben, zu setzen. Grundsätzlich bin ich der Auffassung, dass Objekte nicht isoliert betrachtet werden können. Sie sind stets Teil komplexer physischer und geistiger Beziehungen, sie verändern sich im jeweiligen Kontext und sind von den Werten und Erwartungen ihrer Benutzer abhängig. Sie fügen sich der Relativität der Dinge und der Vergänglichkeit.«

Olafur Eliasson ersetzte die Außenhülle des H2R Prototyps durch eine ebenso komplexe wie fragile Haut aus zwei übereinander liegenden spiegelnden Metallschalen, die sich netzartig über die Karosserie ziehen und mit vielfach übereinander liegenden Eisschichten überzogen sind. Auf diese Weise verwandelt Eliasson ein Objekt avancierter Fahrzeugtechnologie und des Industriedesigns in ein Kunstwerk, das auf ebenso ausgeklügelte wie poetische Weise Themen wie Mobilität, Temporalität und erneuerbare Energien sowie das Verhältnis zwischen Autoproduktion und globaler Erwärmung reflektiert.

Für Olafur Eliasson ergeben sich während dem Projekt folgende Fragen:
»Wie können wir der Tatsache, dass all unser Tun auf dieser Welt globale Konsequenzen hat, eine konkrete Dimension verleihen? Wie können wir als Konsumenten und Realitätsschaffende Transport und Fortbewegung in eine andere Richtung lenken? Wie können wir Druck auf das Automobil als Objekt ausüben?«

Olafur Eliassons Transformation des H2R - Fahrzeugs ist als künstlerische Arbeit, die zeitlich und inhaltlich verortet ist, eine Design-Provokation und stellt die tief greifenden Auswirkungen von Kunst und Design in ihren zeitgenössischen gesellschaftlichen Zusammenhängen zur Diskussion.
»Im traditionellen Autodesign wird das Auto als begehrenswertes Objekt inszeniert, ja fast schon fetischisiert sowie als Ware definiert und dabei seiner Beziehung zur Umgebung und Zeit beraubt. Im Autodesign steht die Rentabilität der Fortbewegung im Vordergrund. Es gilt, dem etwas entgegen zu setzen. Meiner Meinung nach müssen wir uns auf die Wiedereinführung des Parameters Zeit als Hauptquell unserer Erfahrungen konzentrieren. Dann erst wird die Realität zu einer >temporalen Realität<. Diese Wiedereinführung wird es uns ermöglichen, das Auto und die Konsequenzen des Fahrens in Bezug zu unseren eigenen Körpern zu setzen.«

Zur Herstellung und Schutz der Eishaut des Autos wird dieses in einem begehbaren Kühlraum ausgestellt. Mehrere Tage lang wird der von Eliasson mit Metallnetzen überzogene Fahrzeugrahmen mit fast 2000 Liter Wasser besprüht, bis Schicht für Schicht die fragile Eishaut gewachsen ist. Diese stets mit ihrer sie umgebenden Raumtemperatur in Wechselwirkung stehende Skulptur ist rund 1,5 m hoch, 5,25 m lang und 2,5 m breit. Das im inneren der Skulptur liegende Monofrequenzlicht lenkt den Blick auf die im Zwischenraum liegende Eislandschaft, die sich fortdauernd im Prozess des Schmelzens und Gefrieren befindet.

Mit Eliassons Skulpturen und atmosphärisch unverwechselbaren Raum-Installationen werden die Entstehungsbedingungen und energetischen Wirkungsmöglichkeiten, aber auch die Schönheit von Naturphänomenen sinnlich erfahrbar, wobei sie sich erst in der Wahrnehmung des Betrachters vervollständigen.


Die Ausstellung wird kuratiert von Corinna Rösner und Bernhart Schwenk.

Gestaltung: chezweitz, Berlin / Detlef Weitz, Roseapple

Eine Ausstellung in freundschaftlicher Zusammenarbeit mit BMW

Zur Ausstellung erscheint bei Lars Müller Publishers eine 336 Seiten umfassende Publikation, die als Teil des Projektes zahlreiche Gespräche, Interviews und die beiden »Life in Space« Symposien mit dokumentiert. Gesprächspartner während des »Your mobile expectations: BMW H2R project« waren unter anderem Chris Bangle, Ib Chorkendorff, Yona, Friedmann, Jens Hjorth, Adrian van Hooydonk, Caroline A. Jones, Bart Lootsma, Ricardo Scofidio, Peter Weibel und Sabine Zemelka.
(Preis: voraussichtlich 34,90 Euro, ISBN 978-3-03778-117-3)


Pressevorbesichtigung: 28.05.2008, 11.00 Uhr
Eröffnung: 28.05.2008, 19.00 Uhr

 

12.06. - 21.09.2008

In Sand gezeichnet - Entwürfe von Alvar Aalto

 

Die ersten Skizzen zu einem Projekt veranschaulichen oft deutlicher als der verwirklichte Bau die Entwurfsideen eines Architekten. Am Anfang einer Planung stehen häufig Konzepte und Zeichnungen, die architektonische Vorstellungen in reiner Form, ohne Zugeständnisse oder später erforderliche Abstriche, wiedergeben. Erste Entwurfsskizzen sind sowohl Spiegel idealer Vorstellungen als auch des Prozesses der Formfindung. Mit der Skizze ist man somit dem Architekten oft näher als mit dem fertigen Bau.

 

Unter den herausragenden Baumeistern des 20. Jahrhunderts ist Alvar Aalto (1898-1976) einer der größten Zeichner. Er selbst erklärte einmal seine Leidenschaft für das Zeichnen mit dem Satz: »Gott schuf Papier, um Architektur darauf zu zeichnen«. Die Handzeichnungen des finnischen Architekten sind nicht nur von höchster künstlerischer Qualität, sondern auch zentraler Bestandteil seines Werks, denn von etwa 500 Projekten wurde über die Hälfte nicht realisiert.

Die Ausstellung »In Sand gezeichnet ­ Entwürfe von Alvar Aalto« präsentiert mit Zeichnungen, Modellen und Animationen eine Auswahl der nicht verwirklichten Projekte des berühmten Architekten aus über fünfzig Jahren. Im Nebeneinander der Skizzen wird deutlich, wie Aalto Bauten und Räume aus der Zeichnung heraus entwickelt und wie dabei Ideen und Motive aus früheren Projekten immer wieder neu aufgriffen und modifiziert werden. Die unrealisierten Entwürfe Alvar Aaltos sind zeichnerische Spuren, die sich durch das Gesamtwerk ziehen, ohne je den Zeichentisch verlassen zu haben. Sie geben spannende Einblicke in das Denken eines großen Architekten mit dem Zeichenstift.

 

Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem Alvar Aalto Museum in Helsinki gezeigt.

 

 

Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne

Hilde Strobl M.A.

Arcisstr. 21 | 80333 München

Telefon: +49 89 23805-379 | Fax: +49 89 23805-310

Email: h.strobl@lrz.tum.de

www.architekturmuseum.de

 

 

20.11.2008 - Ende Februar 2009

Sammlung Michael und Eleonore Stoffel

 

Die Pinakothek der Moderne widmet der bedeutenden Sammlung Michael und Eleonore Stoffel im kommenden Herbst eine umfangreiche Ausstellung. Mit großer Passion hat das Ehepaar Stoffel seit den siebziger Jahren in Köln eine herausragende Privatsammlung vornehmlich deutscher und amerikanischer Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufgebaut.

 

Nach dem Tod von Herrn Dr. Stoffel im Juni 2005 setzte seine Frau Eleonore, die heute vor einem Jahr verstarb, alle Kräfte daran, das gemeinsame Mäzenatentum fortzuführen und die Zukunft der Sammlung in der vorgesehenen Weise zu sichern. Im Februar 2006 konnte die Pinakothek der Moderne einen ihrer kostbarsten Zugewinne verzeichnen: Rund 300 Werke der Stiftung Sammlung Stoffel bereichern zukünftig als unkündbare Dauerleihgabe die Bestände von der klassischen Moderne bis zur Gegenwart.

 

Bis vor wenigen Wochen war die gesamte Sammlung noch in Köln untergebracht. Dort wurden die für München bestimmten Leihgaben in den vergangenen zwei Monaten von Mitarbeitern der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen vollständig dokumentiert, inventarisiert und fotografiert. Die zuständigen Restauratoren erstellten dabei umfassende konservatorische Bestandsaufnahmen und führten erste wichtige Sicherungsmaßnahmen durch, um den Umzug der Werke vorzubereiten. Der mittlerweile erfolgreich durchgeführte Transfer nach München eröffnet jetzt die glückliche Perspektive der ersten Ausstellung der Sammlung, die am 19. November 2008 in der Pinakothek der Moderne eröffnet wird.

Zugleich bleibt die Sammlung Stoffel glanzvoll an ihrem Ursprungsort präsent. Denn mit einem, nach dem Tod von Frau Dr. Stoffel formulierten Nachtrag zum Leihvertrag stimmen die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen zu, dass sie der »Stiftung Skulpturenpark« rund 100 Werke, darunter insbesondere die Außenskulpturen der Sammlung Stoffel, als »ewige Leihgabe« in Köln zur Verfügung stellen. Dank dieser Vereinbarung ist es möglich, die Sammelleidenschaft des Ehepaars Stoffel auch in ihrer Heimatstadt mit einem Schwerpunkt der Kollektion zu ehren.

 

In der Ausstellung wird eine Auswahl von ca. 120 Werken erstmals das facettenreiche Panorama der Malerei und Installationen der Sammlung Stoffel umfassend erschließen. Mit eindrucksvollen Werkblöcken und herausragenden Einzelwerken kann in der Pinakothek der Moderne auf großer Fläche das charakteristische Profil der Sammlung in seiner reichen Qualität und lebendigen Vielfalt präsentiert werden.

Größere Werkkomplexe werden dabei vor allem von Marlene Dumas, Carroll Dunham, Günther Förg, Jörg Immendorff, Mike Kelley, Martin Kippenberger, Per Kirkeby, Hermann Nitsch, Markus Lüpertz, A. R. Penck, David Salle, Rosemarie Trockel und Terry Winters zu sehen sein.

Aus der Fülle von Einzelwerken und kleineren Werkgruppen sind an erster Stelle Arbeiten von Georg Baselitz, Lucio Fontana, Helen Frankenthaler, David Hockney, Gerhard Richter, Serge Poliakoff und Antoni Tàpies hervorzuheben. Mit ergänzenden Werken aus dem eigenen Bestand wird die Ausstellung außerdem unterstreichen, wie treffend diese wertvollen Dauerleihgaben die Sammlung der Pinakothek der Moderne auf höchstem Niveau ergänzen.

 

Der begleitende Katalog wird sich mit einleitenden Aufsätzen ausführlich der Geschichte und dem Profil der Sammlung widmen und nicht nur die ausgestellten Arbeiten in den Blick nehmen. Auf diese Weise sowie durch eine reich bebilderte Präsentation und Erläuterung der Werke soll das Ausstellungsbuch bleibend die großen Verdienste von Michael und Eleonore Stoffel ehren und ihre kenntnisreiche Hingabe an die Kunst dokumentieren.

 

 

Pressevorbesichtigung: 19.11.2008, 11.00

Eröffnung: 19.11.20

 

 

 

 

17.07. - 26.10.2008

Female Trouble

Die Kamera als Spiegel und Bühne weiblicher Inszenierungen in Fotografie und Videokunst

Seit der Erfindung der Fotografie vor nahezu 170 Jahren haben vor allem Frauen das technische Medium genutzt, um sich oder andere in Rollenspielen und Maskeraden zu inszenieren. Neben der experimentellen Lust, das Ich immer wieder neu zu erschaffen, diente die Kamera auch als Möglichkeit, Klischees und Stereotypen weiblicher Repräsentation in Frage zu stellen. Das Spiel mit dem »Ewig« Weiblichen war und ist immer auch eine Auseinandersetzung mit geschlechtlicher Identität, ihrer gesellschaftlichen und politischen Definition sowie deren Überschreitung.

 

Im Fokus der Ausstellung stehen zeitgenössische Künstlerinnen wie Cindy Sherman, Sarah Lucas, Pipilotti Rist oder Monica Bonvicini, die mit Hilfe von Fotografie und Videokunst das Bild des Weiblichen untersuchen. Die Künstlerinnen gehen dabei der Frage nach, welche Bildmuster das mediale Zeitalter für Weiblichkeit bereit hält und wie diese Bilder die Wahrnehmung von Frauen bestimmen. Zugleich dekonstruieren sie mit humorvollen, ironischen oder provozierenden Mitteln die traditionelle Ikongrafie von Frauendarstellungen in der abendländischen Kunst und entwickeln alternative Bildentwürfe, die manchmal aggressiv und laut, manchmal subtil und hinterlistig neue Darstellungsmöglichkeiten postulieren.

 

Das Interesse an der Auseinandersetzung mit Bildprägungen des Weiblichen ist kein ausschließlich postmodernes Thema. Bereits im 19. und frühen 20. Jahrhundert haben Frauen wie die Gräfin Castiglione, die Surrealistin Claude Cahun oder die Künstlerinnen der Avantgarde, die Fotografie als Möglichkeit entdeckt, das Ich in unterschiedlichen Rollen zu erfahren und stereotype Weiblichkeitsdarstellungen als Maskerade zu decouvrieren. Der historische Rückblick zeigt, wie zeitgenössische Künstlerinnen an ihre Vorgängerinnen anknüpfen und einzelne Bildmotive und Themen über Generationen immer wieder aufgegriffen, erweitert und variiert werden.

 

Die Ausstellung »Female Trouble« bietet erstmalig im deutschen Sprachraum einen pointierten Überblick zum Wandel des Frauenbildes anhand von Fotografie und Videokunst. Sie ist nicht enzyklopädisch angelegt, sondern konzentriert den Blick auf Künstlerinnen und Künstler, deren Werk innovativ ist und zugleich vorbildhaft gewirkt hat. Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Bild der Frau berührt dabei auch zentrale Fragenstellungen der Konstituierung von Identität im Allgemeinen sowie den biologischen, sozialen, kulturellen, politischen und medialen Einflüssen, die das Bild des Weiblichen wie des Männlichen bestimmen.

 

 

In der Ausstellung vertretene Künstler/innen

Diane Arbus, Gertrud Arndt, Marta Astfalck-Vietz, Monica Bonvicini, Claude Cahun, Sophie Calle, Julia Margaret Cameron, Comtesse de Castiglione, Marcel Ducham/Man Ray, VALIE EXPORT, Nan Goldin, Lady Clementina Hawarden, Florence Henri, Hannah Höch, Birgit Jürgenssen, Jürgen Klauke, Astrid Klein, Germaine Krull, Nikki S. Lee, Sarah Lucas, Urs Lüthi, Robert Mapplethorpe, Björn Melhus, Ana Mendieta, Tracey Moffat, Pierre Molinier, ringl + pit, Pipilotti Rist, Daniela Rossell, Tomoko Sawada, Cindy Sherman, Katharina Sieverding, Mathilde ter Heijne, Madame Yevonde, Wanda Wulz Francesca Woodman und andere.

 

 

Ausstellung

Die Ausstellung wird vom 17. Juli bis 26. Oktober 2008 auf ca. 800 qm Ausstellungsfläche in der Pinakothek der Moderne zu sehen sein. Sie umfasst rund 150 Arbeiten international bekannter als auch noch zu entdeckender Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Fotografie und Videokunst, darunter viele Leihgaben aus namhaften europäischen und amerikanischen Sammlungen.

 

 

Katalog

Es erscheint ein großzügig bebildertes Katalogbuch im Hatje/Cantz Verlag mit ca. 200 Abbildungen und Essays international renommierter Wissenschaftlerinnen (Elisabeth Bronfen, Inka Graeve Ingelmann, Abigail Solomon-Godeau, Beate Söntgen, Barbara Vinken, u. a.) zum Thema der weiblichen Kunst und Repräsentation, Umfang ca. 300 Seiten.

 

 

Rahmenprogramm

Es ist ein vielfältiges Film- und Vortragsprogramm geplant, das einzelne Aspekte der Ausstellung vertieft und ergänzt.

 

 

 

Newsletter April 2008

 

 

C | CINEMA
DOK.FEST München 2008 zu Gast in der Pinakothek der Moderne

Deutschlands größtes und ein weltweit anerkanntes Festival für den langen Kinodokumentarfilm ist erneut Gast in der Pinakothek der Moderne.
Eintritt 7 Euro | Pinakothek der Moderne, Ernst von Siemens-Auditorium
Kartenvorverkauf nur über DOK.FEST, www.dokfest-muenchen.de <http://www.dokfest-muenchen.de/> , T (089) 51 39 97 88 und am Veranstaltungstag an der Abendkasse im Museum.

MARKUS RAETZ, Regie Iwan P. Schumacher, Schweiz 2007, 75 Min.
Augenspiegeleien. Die Werke des Schweizer Malers und Objektkünstlers Markus Raetz verblüffen wie Kunststücke eines Zauberers. Vexierbildern gleich verwandeln sich seine filigranen Installationen und minimalistischen Skulpturen. Ein Ja wird zum Nein, ein Hase zum Mann mit Hut, unsere Vorstellung entdeckt eine Tänzerin im leeren Raum zwischen zwei Zylindern. Ein Porträt des Künstlers und ein faszinierender Diskurs über die Wahrnehmung.
FR 02.05. | 15.00

LOOS ORNAMENTAL, Regie Heinz Emigholz, Österreich 2008, 72 Min.
Der österreichische Architekt Adolf Loos (1870-1933) war einer der Begründer der europäischen Moderne. Siebenundzwanzig Bauten in der Chronologie ihrer Entstehung: Das Bankhaus am Michaeler Platz in Wien, Tristan Tzaras Wohnhaus in Paris, die Villa Müller in Prag, das Brünner Messegelände, Arbeitersiedlungen... Aus immer neuen Blickwinkeln, bis sich ein Raum, ein Haus ganz erschließt. Eine lustvolle Meditation über Architektur, Raum und Zeit. Kino pur von Heinz Emigholz (»Goff in der Wüste«, »Schindlers Häuser«).
SA 03.05. | 15.00

WITH GILBERT AND GEORGE, Regie Julian Cole, Großbritannien 2008, 104 Min.
Kunst für alle. Ein hinreißender Film über die beiden Künstler Gilbert George, ihr Leben und Werk, von den 1960ern bis zur Gegenwart, von ihnen selbst erklärt. Die großen Ausstellungen in Moskau, Peking, Wolfsburg, Neapel, die Retro in der Londoner Tate, und ihr Atelier in Spitalsfield, East London, in dem sie seit 1969 gemeinsam leben und arbeiten. »Conservative anarchists, that's what we are.«
SO 04.05. | 12.00

THE GATES, Regie Antonio Ferrera, Albert Maysles, USA 2007, 94 Min.
Es war das größte Kunstprojekt, das New York je gesehen hat. Über 600 Helfer entrollten auf einer Strecke von 37 Kilometern rund 7.500 safranfarbene Stoffsegel. »The Gates« - »Die Tore« von Christo und Jeanne Claude brachten den winter-grauen Central Park zum Leuchten und verwandelten ihn in ein riesiges Freiluft-Museum. Albert Maysles, legendärer Filmemacher und Freund des Künstlerpaares, dokumentierte zusammen mit Antonio Ferrera die spannende Entstehungsgeschichte der »Utopie in Orange«.
SO 04.05. | 15.00

S | SEMINAR
Pfingsten

Am 50. Tag schließt mit dem Pfingstfest die Osterfestzeit ab. Jesus sendet den Zurückgebliebenen den Heiligen Geist mit einem Versprechen: »Er wird euch alles lehren.« Die Spuren des Heiligen Geistes, des Lehrers, Trösters und Erneuerers sind auf den Gemälden der Alten Pinakothek zu erkennen. An die Bildbetrachtung im Museum schließt sich eine kurze Textlektüre im Palais Pinakothek an.
Mit der Kunsthistorikerin Annette Philp
SA 10.05. | 14.30 bis 17.00 | Treffpunkt: Alte Pinakothek
10 Euro inklusive Eintritt, 8 Euro mit Jahreskarte | Keine Anmeldung erforderlich

K | KINDER
SEHSTERN | Ferien-Kinderworkshop: Linie

Mit Linien kann man vieles tun: eine Fläche unterteilen, den Horizont einer Landschaft zeichnen oder eine Grenze ziehen. Auf den Bildern der Maler gibt es aber auch unsichtbare Linien, so genannte »Kompositionslinien«, die alle Teile im Bild miteinander verbinden. Diese wollen wir entdecken: Hierzu arbeiten wir selbst mit großen und kleinen Linien und gehen auf Entdeckungstour ins Museum.
Mit der Künstlerin Kristine Oßwald
MI 14.05. | DO 15.05. | 10.00 bis 14.00 | Palais Pinakothek, Neue Pinakothek und Pinakothek der Moderne
Für 6 bis 12jährige | Treffpunkt: Palais Pinakothek
15 Euro inkl. Material | Für Brotzeit ist gesorgt!
Beschränkte Teilnehmerzahl | Anmeldung unter T 23805-198 oder buchung@pinakothek.de
Die Programmentwicklung wird ermöglicht durch die Karg-Stiftung für Hochbegabtenförderung.

Lukas, Lena, Rebekka und Maximilian - woher kommt mein Name? Kinderführung zur Ausstellung Ulrich Loth
Viele moderne Vornamen haben biblischen Ursprung oder gehen auf Heilige zurück. Gerade im 17. Jahrhundert wurden viele dieser Gestalten und ihre Geschichte zum Bildthema: So tauchen auch in den Bildern des Malers Ulrich Loth die Personen Jakob, Magdalena, Johannes, Sebastian, Lukas und Maria auf. Anhand dieser Bilder wollen wir gemeinsam erforschen, woher diese Namen kommen und welche Bedeutung sie haben. Mit Simone Unger (Loth-Ausstellungsteam).
SA 31.05. | 13.30 bis 14.30 | Treffpunkt: Alte Pinakothek
Ab 6 Jahren | Beschränkte Teilnehmerzahl | Kostenbeitrag 5 Euro Anmeldung bitte unter T (089) 23805-198 oder buchung@pinakothek.de

Jeden Freitag um 15.00 findet das Kinderpalais <http://www.pinakothek.de/palais-pinakothek/kinderpalais/kinderpalais.php> für Kinder von 5 bis 12 Jahren statt.

M | MUSIK
kunstSTÜCK | Morton Feldman »For Philip Guston«

Im Umkreis der sogenannten New York School mit Künstlern wie Willem de Kooning und Jackson Pollock lernte der Komponist Morton Feldman Anfang der 50er Jahre auch den Maler Philip Guston kennen. Zwei Jahrzehnte lang standen die beiden in engem Austausch, bis es aufgrund von Gustons stilistischer Neuorientierung zum Bruch kam. Später erkannte Feldman es jedoch als Gustons künstlerisches Verdienst an, dass er aufgehört habe, in seinen Werken Fragen zu stellen. Dieselbe Philosophie legte Feldman dann auch 1984 seiner Komposition »For Philip Guston« zugrunde. Unabhängig von der formalen Gestalt des Werks scheinen die Klänge ein Eigenleben zu gewinnen. Die Erfahrung von »Zeit« wird dabei zum substanziellen Erlebnis.
Christiane Dohn (Flöte), Andreas Moser (Schlagzeug); Ulf Schirmer, Künstlerischer Leiter des Münchner Rundfunkorchesters (Celesta, Klavier)
MO 05.05. | 18.00 bis ca. 22.30 ohne Pause; Auszeiten für die Zuhörer sind gestattet
Pinakothek der Moderne, Ernst von Siemens-Auditorium
Eintritt 20 Euro jeweils zzgl. Vvks-Gebühr | Kartenvorverkauf nur über München Ticket, www.muenchenticket.de <http://www.muenchenticket.de> , T 0180-54 81 81 81 und am Veranstaltungstag an der Abendkasse im Museum.

MIK Musik im Kunstareal | Zeitgenössische Trios aus Griechenland, Japan, China und Deutschland
Das Zusammenspiel dreier Musiker im »Trio« findet man in Klassik und Romantik häufig, Besetzungen wie das Streich- oder das Klaviertrio bieten klanglich standarisierte Muster musikalischer Gestaltung. Mit der Gegenüberstellung zeitgenössischer Trios von Georgia Spiropoulos, Toru Takemitsu, Chan Wing Wah und Christian Jost wird die klangliche Entfaltung unterschiedlichster Triobesetzungen beleuchtet. In Anwesenheit der beiden Komponisten Christian Jost und Georgia Spiropoulos musiziert das ensemble oktopus für musik der moderne der Hochschule für Musik und Theater München.
DO 15.05. | 18.00 | Pinakothek der Moderne, Ernst von Siemens-Auditorium | Eintritt 7 Euro

Konzert XX/XXI - Himmel und Hölle, schwarze und weiße Engel
Und was kommt dann? Der Himmel oder die Hölle? Die seligen Geister oder das Fegefeuer? Oder eine ganz neue Dimension jenseits aller Ahnung? Die transzendentalen Kompositionen dieses Konzertes zeugen von der ständigen Suche des Menschen nach seinem Ziel, und in der Uraufführung Klaus Hinrich Stahmers verbindet sich asiatische mit europäischer Avantgarde.
Mitglieder des Bayerischen Staatsorchesters
DO 29.05. | 19.00 | Pinakothek der Moderne, Ernst von Siemens-Auditorium
Eintritt 13 Euro, 6,50 Euro ermäßigt

V | VORTRAG
Das Ewige im Jetzt: Erhebend - Erhaben. Die Treppe als Architekturmotiv in der Pinakothek der Moderne

Die Treppe ist ein wesentliches Element der Architektur der Pinakothek der Moderne, das über seine praktische Funktion hinausgeht. Sie ist sowohl ein Motiv sakraler Erhabenheit als auch populärer Showeffekt. Im Gespräch zwischen Theologen und Kunsthistoriker soll diese Verbindung ausgelotet und darüber hinaus die aktuelle Installation des Künstlers Benjamin Bergmann im Treppenraum in die Überlegungen einbezogen werden.
Dialogführung mit Jochen Meister und Jan Rohls
Musik: Armin Becker
SA 03.05. | 16.00 | Pinakothek der Moderne | Eintritt 5 Euro
Vorab können Sie um 15.30 in der St.-Markus-Kirche (Gabelsbergerstraße 6, neben der Pinakothek der Moderne) eine musikalische Komposition zur Einstimmung in das Thema hören.

Herbert H. Schultes | Designalltag und Experiment
Zur Präsentation »Von der Haptik zur Optik - Computer-Tastaturstudien«
Als Artist in Residence konzipierte die frisch diplomierte Bildhauerin Nele Ströbel 1985 im Auftrag von Siemens Design Computerarbeitsplätze der Zukunft. Biomorphe Tastaturen und intelligible Rechnerformen sollten die Werkzeuge der Digitaltechnik von der Speicherfläche in den Raum transformieren. Der Mensch als kompetenter Nutzer stand im Mittelpunkt von Anwendertest-Parties... Arbeiten aus diesem Gestaltungsprozess zeigt Die Neue Sammlung als Donation der Künstlerin im Bereich Computer Culture in der Pinakothek der Moderne. Langjährige Kenner ihrer Arbeit führen den Dialog mit Nele Ströbel direkt am Ort der Ausstellung.
Designalltag und Experiment: Der vielfach ausgezeichnete Entwerfer Herbert H. Schultes war 1985-2000 Chefdesigner der Siemens AG; das von ihm geführte Experimentalstudio suchte neue Wege im Design - »die Befreiung aus dem Korsett des Rasterdenkens«.
DO 29.05. | 18.00 | Pinakothek der Moderne, Computer Culture
begrenzte Teilnehmerzahl, Museumseintritt

F | INTERNATIONALER MUSEUMSTAG 2008
SO 18.05.2008 | Führungen in den Pinakotheken
11.00 | Alte Pinakothek | Sabine Garau | Ulrich Loth - Zwischen Caravaggio und Rubens. Eine Führug des Loth-Ausstellungsteams
12.00 und 16.00 | Treffpunkt: Alte Pinakothek | Matthieu Wellner | Museumsbauten im Wandel von der Alten Pinakothek zur Sammlung Brandhorst
Das Programm der beteiligten Museen finden Sie unter www.museumstag.de <http://www.museumstag.de/contenido/home>

F | FÜHRUNGEN
Zur Sonderausstellung »Ulrich Loth - Zwischen Caravaggio und Rubens« | Alte Pinakothek, 08.05.2008 bis 07.09.2008

Zur Ausstellung in der Alten Pinakothek, die das Werk des Münchner Malers Ulrich Loth würdigt, gestaltet das Ausstellungsteam (TeilnehmerInnen des Promotionsstudienganges »Museums- und Ausstellungswesen« des Instituts für Kunstgeschichte der LMU München) ein Führungsprogramm, sowie einen Rundgang zu Kirchen in der Münchner Altstadt.
Überblicksführungen
FR 09.05. | 15.00 | Iris Romanos
SO 11.05. | 11.00 | Eva Breisig
SO 18.05. | 11.00 | Sabine Garau

DI 13.05. | 18.30 | Eva Breisig | Das Künstlerleben Ulrich Loths in Dokumenten und Gemälden
FR 23.05. | 15.00 | Luca Pes | Ulrich Loth tra Caravaggio e Rubens. Eine Führung in italienischer Sprache
DI 27.05. | 18.30 | Monika Angermeier und Agnes Thum | Ulrich Loths religiöse Zyklen: Bildfolgen als Sinnbilder

UNTERWEGS IN MÜNCHEN | Ulrich Loths Altäre in Münchner Kirchen ein geführter Spaziergang durch die historische Altstadt
Der Münchner Hofmaler, der zur Zeit des 30-jährigen Krieges lebte und wirkte, ist in der Münchner Altstadt überraschend präsent: In einem Stadtrundgang werden die Altargemälde Ulrich Loths, die sich in den bekanntesten Kirchen Münchens (St. Michael, Frauenkirche, St. Peter und Hl. Geist) befinden, vorgestellt.
Mit Katrin Meder, Sandra Westermayer und Luca Pes (Loth-Ausstellungsteam)
SA 17.05. | 31.05. | 13.30 bis 15.00 | Treffpunkt: Frauenplatz vor der Frauenkirche, am Brunnen
Kinderführung: siehe "Kinder" in diesem Newsletter

AUS ERSTER HAND | Konservatorenführungen
DO 08.05. | 18.30 | Pinakothek der Moderne | Carla Schulz-Hoffmann
Im Fokus: Das Porträt
DO 5.05. | 18.30 | Pinakothek der Moderne | Bernhart Schwenk
Intimität und Öffentlichkeit - die Arbeiten von Jochen Klein und Benjamin Bergmann
MI 21.05. | 18.30 | Neue Pinakothek | Helge Siefert
Kostüme auf Bildern II: Gründerzeit

Zur Ausstellung »Künstler zeichnen - Sammler stiften, 250 Jahre Staatliche Graphische Sammlung München« in der Pinakothek der Moderne:
MI 14.05. | 15.00 |Pinakothek der Moderne | Andreas Strobl
Jahresringe einer Sammlung - Ein Ausstellungskonzept
MI 21.05. | 15.00 | Pinakothek der Moderne | Elisabeth Stürmer
Sammelstrategien im 20. Jahrhundert

 

 

 

 

 

Gemeinsame Presseerklärung der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München, des Museum Frieder Burda, Baden-Baden, und des National Art Museums of China, Peking

 

Deutsche Museen präsentieren Gerhard-Richter-Retrospektive und deutsche Landschaftsmalerei in Peking

 

Mit zwei Ausstellungen präsentieren sich große deutsche Museen gemeinsam in Peking. Am 14. Mai eröffnen zeitgleich »Living Landscapes. A Journey through German Art« und »Gerhard Richter. Bilder 1963-2007« im National Art Museum of China (NAMOC). Gezeigt werden insgesamt fast 120 Werke, die einen beeindruckenden Einblick in wichtige Strömungen deutscher Malerei geben: Das Spektrum reicht von der Romantik über den Expressionismus bis hin zur Gegenwart. Zudem wird mit Gerhard Richter einer der weltweit bedeutendsten, einflussreichsten und erfolgreichsten zeitgenössischen Künstler mit einer Retrospektive gewürdigt, der ersten großen in China überhaupt. Möglich wird dies durch die Zusammenarbeit der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München. Darüber hinaus verdankt sich die Gerhard-Richter-Ausstellung der Zusammenarbeit mit dem Museum Frieder Burda, Baden-Baden, das einen Großteil der Werke Richters zur Verfügung stellt.

 

Gemeinsam entfalten die drei großen staatlichen Museumsverbunde Berlins, Dresdens und Münchens eine einzigartige Strahlkraft. Ihre erfolgreiche Zusammenarbeit hatte sich erstmals bereits im letzten Jahr mit der Ausstellung »Blicke auf Europa. Europa und die deutsche Malerei im 19. Jahrhundert« im Palais des Beaux-Arts in Brüssel bewährt. Mit der Gemeinschaftsschau in Peking findet die Kooperation nun eine eindrucksvolle Fortführung. Bereits im Mai letzten Jahres unterschrieben die Generaldirektoren Martin Roth, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Peter-Klaus Schuster, Staatliche Museen zu Berlin, und Reinhold Baumstark, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München, im Beisein des Bundespräsidenten Horst Köhler und des Staatspräsidenten Hu Jintao in der Großen Halle des Volkes einen Kooperationsvertrag mit dem National Art Museum of China. Nun kann das Ergebnis der Zusammenarbeit dem Publikum in Peking erstmals präsentiert werden.

 

In der Ausstellung »Living Landscapes. A Journey through German Art« werden insgesamt 62 Werke aus dem Bestand der großen Museumsverbunde zusammengeführt. Ein hochrangiges Spektrum deutscher Landschaftsmalerei der letzten 200 Jahre, von der Romantik über den Expressionismus bis hin zur Gegenwart, wird dem Besucher aufgefächert. Dabei ist das Sujet »Figur und Landschaft« das bestimmende und vereinigende Moment. Alle drei Bereiche sind kunsthistorische Meilensteine in der Geschichte Dresdens, Berlins und Münchens als Zentren der Künste und der Künstler. Zudem sind alle drei Strömungen historisch gewachsene Sammlungsschwerpunkte der staatlichen Gemäldesammlungen. Als eine »Reise in Bildern« präsentiert sich die Ausstellung dem chinesischen und internationalen Publikum und entfaltet dabei eine einzigartige Bandbreite mit ausgestellten Werken von Caspar David Friedrich über Carl Spitzweg und Ernst Ludwig Kirchner bis zu Georg Baselitz, um nur einige Künstler zu nennen.

Mit der Ausstellung »Gerhard Richter. Bilder 1963-2007« zeigen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und das Museum Frieder Burda, Baden-Baden, in Kooperation mit den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München, und den Staatlichen Museen zu Berlin die erste große Retrospektive von Bildern des in Dresden geborenen Künstlers in China. 56 Bilder geben einen Überblick über sein umfangreiches und vielfältiges Werk. Gerhard Richter selbst bestimmte die Auswahl der Werke wie auch die Präsentation im National Art Museum of China. Kuratiert wurde die Ausstellung von Götz Adriani.

 

Für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ist der Auftritt in China eingebettet in das Jahr »China in Dresden in China«. Im Rahmen dieses Themenjahres werden bis zum Frühjahr 2009 in Dresden und Peking vier weitere Ausstellungen gezeigt, die sich der zeitgenössischen chinesischen Kunst wie auch der Begegnung der kulturellen und künstlerischen Traditionen Chinas und Deutschlands widmen. Die Staatlichen Museen zu Berlin präsentieren vom 27. Juni bis zum 14. September 2008 die Ausstellung »Zeichen im Wandel der Zeit. Chinesische Tuschemalerei der Gegenwart« in der Sonderausstellungshalle der Museen Dahlem.

 

 

 

 
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