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Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud:

Obenmarspforten (Am Kölner Rathaus)
Köln
Tel. 0221 - 221 21119, 221 2 23 72
Fax 0221 - 221 2 629
Di 10 - 20 Uhr, Mi - Fr 10 - 18 Uhr, Sa u. So 11 - 18 Uhr
E-mail: wrm@museenkoeln.de
www.museenkoeln.de
aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

 

20.2. - 9.5.1999


Arent de Gelder

(1645-1727)

Rembrandts Meisterschüler und Nachfolger

 

Das Museum in Dordrecht, Niederlande, und das Wallraf-Richartz-Museum haben rund sechzig Gemälde aus zahlreichen Sammlungen Europas und den USA zu einer ersten großen Arent de Gelder-Werkschau zusammengetragen. Sie wird bis zum 24. Januar in Dordrecht und vom 20. Februar bis 9. Mai 1999 in Köln gezeigt.

Die Vorbildhaftigkeit Rembrandts und die Eigenständigkeit de Gelders führen hier zu einem spannungsreichen Dialog der Bilder im Vergleich. Sie belegen eine beeindruckend moderne Auffassung des Malerischen in der Zeit um 1700, die bereits vom eher trockenen Geist des aufkommenden Klassizismus beherrscht wurde.

Seit Jahren stehen Rembrandt und sein Werk im Blickpunkt öffentlichen Interesses. Immer wieder werden ihm Ausstellungen gewidmet, regt sein Schaffen die wissenschaftliche Auseinandersetzung an. Bildthemen und Malweise haben das "goldene Jahrhundert" Hollands geprägt. Ein hoher Anteil daran kommt seinen Schülern zu. Rembrandts Werkstatt, eine der fruchtbarsten neben der von Rubens, hat zu seinem Ruhm wesentlich beigetragen. Seine Schüler haben Stil und Auffassungsweise weiterentwickelt und sind selbst zu herausragenden Meistern herangewachsen.

Einer der bedeutendsten Meisterschüler - zudem der letzte seiner späten Zeit - ist Arent de Gelder aus Dordrecht. Mit Ausnahme seiner Lehrzeit bei Rembrandt in Amsterdam lebte der Künstler in Dordrecht, einem der großen künstlerischen Zentren der städtisch geprägten Bürgerkultur Hollands im 17. Jahrhundert. Er wurde zu einem der bedeutendsten Maler dieser Stadt. Geradezu programmatisch nahm er Stil und Thema Rembrandts auf und schuf ein malerisch reiches, in Technik und Auffassung höchst beeindruckendes Werk. Mit alt- und neutestamentlichen Szenen, denen er über bestimmte Perioden hinweg mit Virtuosität ganze Werkgruppen widmete, begründete er eine persönliche Handschrift hoher Meisterschaft. Auch schuf er Porträts mit großer malerischer Bravour. Vor allem das Kolorit wußte er vom pastosen Auftrag bis zur flüssigen, lasierenden Transparenz in späten Jahren meisterlich zur Gestaltung von Inhalt und Ausdruck einzusetzen. Erst jüngst ist sein Schaffen in einer großen Monographie gewürdigt worden. Seine herausragende Rolle in der Schar der selbständigen Schüler Rembrandts und der beeindruckende malerische Anschauungswert seines Werkes sollen nun zum ersten Mal in einer monographischen Ausstellung dem Publikum vor Augen geführt werden.

In Zusammenarbeit mit Ernst van de Wetering von der Rembrandt-Kommission und mit Experten von Rang wie John Loughman, Volker Manuth, Pieter Schatborn, Guus Sluiter u.a. zeichnet der Katalog ein umfassendes Bild des Künstlers in seiner Zeit. Er stellt die erste deutschsprachige Monographie dar, die eine Fülle neuer Themen und Aspekte zur Sprache bringt. Die deutsche und niederländische Ausgabe werden von einer Hardcover-Version für den Buchhandel begleitet.

 

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