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kunstraum muenchenZieblandstr. 8
80799 München
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Mittwoch - Sonntag 15 - 18 Uhr
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aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition28.02. - 13.04.2003
I. Anderswelten/transfer
Ursula Ponn / Doris Lasch, Daniel Roth, Karoline Walther
im September 2003
II. Anderswelten/transfer
Ariane Andereggen, Zilla Leutenegger, Irene Naef
Die Ausstellung greift eine Tendenz der aktuellen Kunst auf, Sie präsentiert zeitgenössische Positionen, die im Spektrum von Zeichnung, Film und Rauminstallation Realitäten einer anderen Ordnung (Nebenwelten/Parallelwelten/Gegenwelten) aufscheinen lassen und gestalten. Das können im Einzelfall begehbare, utopisch-phantastisch anmutende Räumlichkeiten, aber auch inszenierte surreale Augenblicke sein. Die Aspekte der verschobenen Realitäten werden über Wahmehmungsweisen, inhaltliche Motive und narrative Verfahren vermittelt. Der Betrachter wird in Geschichten und Umgebungen versetzt, denen er rational niemals völlig beikommen kann. Die Künstler arbeiten mit den avancierten Techniken der zeitgenössischen Kunst und beziehen sich dabei vielschichtig auf romantische und surrealistische Traditionen.
Die Ausstellung ist zweigeteilt: Im ersten Teil "I. Anderswelten/transfer" (27.02.-13.04.2003) wird es vor allem um die Grenzüberschreitung und den Weg in andere Welten gehen, während im zweiten Teil "II. Anderswelten/transfortn" (11.09.-09.11.2003 , übrigens ausschließlich mit Schweizer Künstlerinnen) die fremden und bizarren Gegenwelten selbst zum Thema werden.
"I. Anderswelten/tranfer" und "II. Anderswelten/transform" möchte einen Kontrapunkt im aktuellen Ausstellungsbetneb setzen: Während im Gefolge der documenta der Fokus vielfach auf Konzepte, Theorien und Diskurse gerichtet ist und die Überfülle technisch-rationaler Aspekte der Medienkunst gelegentlich zu ersten Ermüdungserscheinungen führt, sollen hier ganz bewusst einige sinnlich-ästhetische Gegenpositionen ins Spiel gebracht werden. Die Künstler betonen die Momente des Rätsels und des Geheimnisses in unserer Wirklichkeit und loten die Leerstellen der zweckrationalen modernen Weltsichten aus, um Räume für die Phantasie und das Fremde, das ganz Andere zurückzugewinnen.
I. Anderswelten/transfer (Ursula Ponn/Doris Lasch, Daniel Roth, Karoline Walther)Daniel Roth versetzt den Betrachter mittels seiner Installationen, die aus Zeichnungen, Objekten, Fotografien und Videos bestehen, in Geschichten und Umgebungen, die sich rational niemals völlig auflösen lassen: Die Geschichten muten fiktiv-märchenhaft und zugleich kriminalistisch an. Der Betrachter, der durch die Installationen mäandert und seinen Blick schweifen lässt, erlebt die rätselhaften Stimmungen und absurden Situationen als Schwebezustand zwischen den Realitäten. - Daniel Roth wird vorhandene Arbeiten zeigen und außerdem für das neue Domizil des kunstraum muenchen eine den Hauptraum umspannende Wandzeichnung anfertigen. Auch Karoline Walther, eine junge Künstlerin aus Karlsruhe, verunsichert durch ihre zwischen Abstraktion und Figuration changierenden Zeichnungen die Wahrnehmung des Betrachters. Immer wieder verschieben und überlagern sich in ihren Landschaften und Architekturen die Perspektiven. Das Künstlerinnenduo Ursula Ponn/Doris Lasch bewegt sich in seinen Filmen und Videoarbeiten auf dem ungesicherten Terrain zwischen Traum und Wachzustand. Die betont handlungsarmen Filme sind gleichermaßen von Konzentration und Langsamkeit geprägt. Sie wirken äußerst suggestiv und ziehen den Betrachter in eine Welt im Trance-Zustand.
II. Anderswelten/transform (Ariane Anderepmen, Zilla Leuteneeeer, Irene Naef)
Zilla Leutenegger ist die vielleicht bekannteste Künstlerin dieses zweiten Ausstellungsteils. Sie arbeitet mit Filmstills, bewegten Bildern, Fotografien und 31)-Animationen, die auch in Installationen kombiniert werden. In ihre Bilderwelten, die beispielsweise auf dem Mond angesiedelt sind, projiziert sich die Künstlerin selbst hinein. Für den kunstraum muenchen wird Zilla Leutengger ein neue Arbeit produzieren. Irene Naef erstellt ihre Fotografien mit Hilfe digitaler Montage-Techniken. Ihre Themen kreisen um die Verschränkung von Realität und Fiktion. Dazu bedient sie sich im Fundus der Kunstgeschichte, schöpft aber auch aus dem Pool der digitalen Bilderwelten unserer Zeit. Ariane Andereggen, die in ihrem zweiten Beruf Schauspielerin ist, erzählt auch in ihren Videoarbeiten mit Vorliebe Geschichten. Als Kulissen dienen ihr häufig die Schweizer Alpen. In ihrer Arbeit "Videosagen" liegen den bizarren Handlungen Motive aus Mythen und Sagen zugrunde.
Kuratorin: Susanne Meyer- Büser (kunstraum muenchen/Museum für Neue Kunst - ZKM Karlsruhe)Eröffnung am 27. Februar 2003 um 19 Uhr