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Kunstverein Hannover

Sophienstraße 2
30159 Hannover
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Di - So 11 - 17 Uhr, Mi 11 - 21 Uhr
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aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

27.11.2004 - 30.01.2005

Tauchfahrten

Zeichnung als Reportage

TAUCHFAHRTEN ist als thematisches Ausstellungsprojekt angelegt, welches das Verhältnis von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit in der zeitgenössischen Kunst bezogen auf das Medium der Zeichnung untersuchen soll. Diese Ausrichtung der Fragestellung erweist sich dabei schon insoweit als fruchtbar, als dem Zeichnerischen selbst eine Grundambivalenz zwischen Verschwinden und Präsenz eigen ist. Sie ist gekennzeichnet durch eine stete Balance-Bewegung zwischen vorbereitender und also für das Publikum meist unsichtbar bleibender Skizze und gültiger, autonomer Setzung. Darüber hinaus wird die Ausstellung, die konzeptionell von Clemens Krümmel (Texte zur Kunst) und dem Zeichner Alexander Roob erarbeitet wird, nicht ein konventionelles Panorama verschiedener Aspekte von Künstlerzeichnungen vorstellen. Sie setzt sich das Ziel, auch Traditionslinien des Zeichnerischen zu klären, die bislang eher unsichtbar geblieben sind. In diesem Zusammenhang spielt für die Präsentation vor allem die historische Entwicklung der Verbindung von Zeichnung und Reportage auf internationaler Ebene eine tragende Rolle. Neben autobiografisch und/oder historisch berichtenden Zeichenweisen, die sich den erzählenden Strukturen von comic strips nähern, meint das unter anderem auch so verschieden scheinende Arbeitsfelder wie Gerichtszeichnungen, sozialutopische Entwurfszeichnungen, Traumprotokolle oder komplexe Organigramme. Dabei wird sowohl auf zeitgenössische wie auch auf historische Beispiele zurückgegriffen, um so eine Fülle kunstgeschichtlicher wie aktueller Anknüpfungspunkte an das Konzept der Reportagezeichnung zu verdeutlichen. Reportage soll hier als Begriffsvorschlag für eine große Menge künstlerischer Praktiken stehen, die sich ausdrücklich auf Erlebnisse und Erfahrungen beziehen, welche in der Zeichnung durch Ausflüge, "Tauchfahrten" von schwer zugänglichen, beziehungsweise normalerweise unsichtbar bleibenden Orten zurück gebracht werden können ­ seien dies mit Fotografierverboten belegte Orte wie Gefängnisse, Krankenhäuser oder Gerichtssäle, seien es innere Räume der Imagination, in denen sich planerisch-abstraktes oder konkret-utopisches Denken zu formieren vermag.
Positionen: Bernard Buffet, Erich Dittman, Alberto Giacometti, Ben Katchor, Max Klinger, Fritz Koch-Gotha, Theo Matejko, Stephan Mörsch, Henry Moore, Emil Stumpp, Jim Shaw, Andreas Siekmann, Robert Weaver, Stephen Wiltshire, Amelie von Wulffen, He Youzhi, Florian Zeyfang, u. v. a.

Eröffnung am Freitag, den 26. November um 20 Uhr

Pressekonferenz: Donnerstag, 25. November 2004, 11 Uhr

 

Sonderführung mit Clemens Krümmel: Mittwoch, 1. Dezember um 19 Uhr

Werkstattgespräch mit Amelie von Wulffen: Mittwoch, 8. Dezember um 19 Uhr

Sonderführung mit Stephan Berg: Mittwoch, 15. Dezember um 19 Uhr

Werkstattgespräch mit Kai Pfeiffer: Mittwoch, 12. Januar um 19 Uhr

Außenblick mit Marie Luise Knott, Chefredakteurin "Le Monde diplomatique" (Deutschland): Mittwoch, 19. Januar um 19 Uhr

Werkstattgespräch mit Dierk Schmidt: Mittwoch, 26. Januar um 19 Uhr

 

Führungen: jeden Sonntag um 15 Uhr
Sonderführungen: nach telefonischer Vereinbarung

Filmprogramm "Zeichnung im Film",in Kooperation mit dem Kino im Künstlerhaus: 13. und 19. Dezember 2004 sowie 17. und 23. Januar 2005

 

 

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