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Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud:

Obenmarspforten (Am Kölner Rathaus)
Köln
Tel. 0221 - 221 21119, 221 2 23 72
Fax 0221 - 221 2 629
Di 10 - 20 Uhr, Mi - Fr 10 - 18 Uhr, Sa u. So 11 - 18 Uhr
E-mail: wrm@museenkoeln.de
www.museenkoeln.de
aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

 

14.10.2000 - 07.01.2001


Faszination Venus

Bilder einer Göttin von Cranach bis Cabanel

Wie bereits angekündigt, zeigt das Wallraf-Richartz-Museum (noch unter der alten Adresse an der Bischofsgartenstraße!) eine groß angelegte Ausstellung zum Thema "Venus".

Jeder kennt sie - die stehende, die liegende, die sitzende, die kauernde Venus, jene Idealgestalt der Frau. In ihren Posen, die unverhüllt oder allenfalls spärlich bekleidet im Laufe der Zeit vom ursprunghaften Mythos zum Bild des Ewig-Weiblichen in den unterschiedlichsten Varianten geworden ist. Sie inspirierte Tizian, Tintoretto, Botticelli und Veronese ebenso wie Cranach, Rubens und van Dyck, wie Boucher und Courbet. Ihre Nacktheit oder zumindest kaum verhüllte Erscheinung diente besonders seit der Renaissance nicht nur zur Legitimation des weiblichen Akts, sondern auch zur Bewältigung der Angst vor dem anderen wie vor dem eigenen Geschlecht.

Die formale und inhaltliche Veränderung der Venus-Darstellungen verweist auch auf den Bedeutungswandel von der Mythologie über die Allegorie zur Natur- und Existenz-Symbolik des Themas Frau bis zum plakativen, ja banal gewordenen Ende der Historienmalerei um die Mitte des 19. Jahrhunderts.

Mit rund 185 Werken - Gemälden, Zeichnungen, druckgraphischen Blättern und Skulpturen - nimmt sich die Ausstellung erstmals dieses reizvollerl und komplexen Stoffes in einem breiten Überblick an.

Im 500 Seiten umfassenden Katalog werden auch die in einer solchen Präsentation nur bedingt darstellbaren negativen Seiten der Venus behandelt und in einer eigenen Vortragsreihe unter dem Titel "Venus - Göttin der Liebe oder Femme Fatale" zur Sprache gebracht.

Die Ausstellung wird durch die Kulturstiftung der Länder und durch die Stiftung Kunst und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Sie findet noch, unter der alten Adresse statt!

Anschließende Tournee-Stationen sind-München und Antwerpen.

 

 

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